Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Uta, Zahnärztin, Berlin


Jonas: Wann hast du die Entscheidung gefällt, Zahnärztin zu werden? Und was war der wichtigste Grund dafür?

Uta: Ich wollte immer Arzt werden, großer Chirurg. Das ist schwierig mit Familie und Kindern, sodass ich dann auf Zahnarzt umgeschwenkt bin, weil man da genauso gut basteln kann und das kann man mit der Familie vereinbaren. Ich habe zwei Kinder, die inzwischen erwachsen sind. Man hat keine Nachtdienste, keine Wochenenddienste und kann trotzdem basteln.

Jonas: Wann hast du diesen Schwenk gemacht?

Uta: Ich habe 1990 mit dem Studium angefangen, hatte bis zum Physikum Medizin studiert und dann habe ich gewechselt.

Jonas: Hast du dich mit anderen Menschen beraten, oder hast du die Entscheidung alleine getroffen zu wechseln?

Uta: Da habe ich mich beraten. Das war im Freundeskreis, wo man mal darüber spricht, wie es denn so weitergeht.

Jonas: Waren das Zahnarztkollegen?

Uta: Nein, das waren keine Zahnärzte. Ich kannte nicht wirklich einen Zahnarzt, als ich angefangen habe.

Jonas: Würdest du das wieder tun? Würdest du wieder Zahnärztin werden, wenn du jetzt die freie Wahl hättest?

Uta: Schwierig, es ist ein guter Beruf, den man weiterempfehlen kann, wenn man entsprechende Sachen favorisiert, aber das ist nicht das einzige im Leben, und ich kann mir auch gut vorstellen, wenn man lange leben würde, jetzt noch einmal etwas ganz Anderes zu machen. Es gibt sicherlich eine Menge Sachen, in die  man sich vertiefen kann. Ich könnte mir generell vorstellen, noch einmal was ganz Anderes zu machen, wenn sich das irgendwie ergeben würde, aber es muss nicht sein. Ich kann auch gerne das hier die restlichen Jahre machen.

Jonas: Aber du bereust es nicht.

Uta: Nein.

Jonas: Wie ist die Situation im Geschlechterverhältnis. Machen eher Frauen oder Männer den Zahnarztberuf?

Uta: Das wandelt sich. Das machen inzwischen mehr Frauen, glaube ich, aus eben jenem familiären Grund, da man sich die Arbeitszeit etwas individueller einteilen kann.

Jonas: Früher waren es eher Männer?

Uta: Früher waren Zahnärzte eher Männer, aber ich denke, dass das damit einhergeht, dass Frauen generell mehr in den Beruf gehen.  

Jonas: Ist es was Besonderes für dich als Frau Zahnärztin zu sein? Spielt das für dich überhaupt eine Rolle?

Uta: Nein, eigentlich ist es egal.  Ich habe nie dieses Mann-Frau-Ding gehabt. Ich komme aus einer Familie, wo man gleichberechtigt erzogen wurde und wo das nie eine Rolle gespielt hat. Von der Seite her habe ich mir auch darüber nie Gedanken gemacht.

Milica: Würdest du sagen, dass du in deinem Beruf geschätzt wirst?

Uta: Ja natürlich, das ergibt sich ja schon dadurch, dass jeder froh und dankbar ist, wenn ihn der Zahnarzt gut behandelt. Die Wertschätzung kriegt man natürlich dadurch schnell (lacht). Das ist wie bei den Hebammen. Die werden auch immer wertgeschätzt, wenn man es sich nicht ganz und gar verscherzt.

Jonas: Wie ist die Wertschätzung des Berufs generell in der Gesellschaft?

Uta: Das ist die Frage. Wenn man von den Menschen ausgeht, dann bekommt man die Reaktion „Oh, Zahnärztin“, da wird es fast überschätzt, weil man vielleicht auch denkt, dass man wahnsinnig viel Geld verdient, was ja heutzutage durch die Krankenkassen-Gesetze nicht mehr der Fall ist. Und das ist das andere: Gesellschaftlich werden die medizinischen Berufe schon dadurch abgewertet, dass sehr viel verwaltet wird und über Verwaltungsakte bestimmt wird, wie zu behandeln ist.

Jonas: Machen das dann die Krankenkassen?

Uta: Genau, die Patienten sind versichert und möchten im Rahmen ihrer Versicherung behandelt werden. Dinge, die vielleicht besser sind, aber von der Krankenkasse nicht übernommen werden, danach wird nicht mehr gefragt. Damit geht es immer mehr dahin, dass die Krankenkassenleistungen die Entscheidungen treffen und nicht mehr die ärztliche Entscheidung gefragt ist.

Milica: Würdest du sagen, dass dein Einkommen für das Leben reicht?

Uta: Ja, natürlich (lacht).  Ja, das schon.

Milica: Hältst du dein Gehalt für angemessen für deine Arbeit?

Uta: Ja, ich habe ein angemessenes Gehalt. Das muss ich sagen. Ich hatte eine eigene Praxis gehabt. Da ist es natürlich sehr variabel und da muss man schon sehr viel arbeiten für sein Geld. Ich habe dann gewechselt und bin jetzt in der Kieferorthopädie tätig, d. h. ich mache Zahnspangen für Kinder und bin angestellt. Und das ist wunderbar.

Jonas: Bezüglich der Verantwortung in deinem Beruf, ist es auch manchmal belastend für dich? Zähne sind ja sehr wichtig für die Leute. Da kann man auch was vermurksen.

 Uta: Ja, das kann man, aber in der Kieferorthopädie ist es relativ einfach. Das ist nicht plötzlich. Da gibt es keine Notfallgeschichten und ich arbeite auch mit Kollegen zusammen, mit denen ich mich immer beraten kann. Das ist auch eine sehr angenehme Sache. Man guckt sich über die Schulter und ehe eine Sache aus dem Ruder läuft, hat man sie eigentlich schon bewältigt. In der reinen Zahnmedizin ist das schon etwas anderes, wenn Notfälle kommen und wenn große Schmerzen oder viel Geld mit einer Entscheidung verbunden sind, dann kann es schon anstrengend und belastend werden. Kieferorthopädie ist super.

Jonas: Wie lange machst du das jetzt schon?

Uta: Sechs Jahre. Ich bin im Prinzip der einzige Arzt, der mit jungen und gesunden Patienten arbeitet. Die anderen sind alt und krank. Meine Patienten haben keine Angst. Besser kann man es eigentlich generell nicht haben.

Jonas: Dann stelle ich die gegensätzliche Frage. Bist du dann auch manchmal unterfordert in der Arbeit?

Uta: Vielleicht ist das eher die Schönheit der täglichen Disziplin. Irgendwann ist man natürlich in seinem Beruf fit. Ich habe ja das Fachgebiet gewechselt, aber auch da kommt man so in die Routine, dass man selten herausgefordert wird. Aber ich denke, dass das in jedem Beruf so ist. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Da stellt sich eben die Frage, wo man noch sein Augenmerk hinlenkt.

Jonas: Meinst du außerhalb der Arbeit?

Uta: Das ist die eine Geschichte, dass man dann die Freizeit entsprechend gestaltet. Ich muss ja jetzt nicht mehr wahnsinnig viele Fortbildungen machen oder jeden dritten Abend was nachschlagen. Das, wie es am Anfang war, das findet nicht mehr statt. Über die Routine kann man aber dann seine Aufmerksamkeit wo anders hin schicken, auch im Arbeitsalltag. Weil bestimmte Behandlungsschritte nicht mehr so viel Aufmerksamkeit binden, kann man sich z. B. mehr dem Patienten widmen und lockerer sein. Es ist immer auch die Frage, was man als Herausforderung sieht.

 Jonas: Wie viel arbeitest du in der Woche?

Uta: Ich bin jetzt runtergegangen auf 30 Stunden.

Jonas: War es dir vorher zu viel?

Uta: Nein, inzwischen sind die Kinder alle aus dem Haus, verteilt in der ganzen Welt, und ich genieße die langen Wochenenden.  Es ist doch hübsch für die Familie, wenn man die Familie im weitesten Sinne pflegen kann.

Milica: Hast du Hobbys?

Uta: Also Hobbys, wo man jetzt sagt: „Ich spiele gern mit der Eisenbahn oder ich stricke.“, nicht. Ich bin aber gerne an der frischen Luft. Mein Mann hat ein Segelboot und wir wandern viel. Wir sehen zu, dass wir etwas unternehmen. Ich lese gern und Berlin ist natürlich voll mit Kinos, Ausstellungen und Theater.    

Jonas: Bezüglich der Verbindung von Staat und  Arbeit, gibt es da eine Regulierung?

Uta: Die Regulierung gibt es über die Krankenkasse.

Jonas: Sind die Krankenkassen in dem Sinne positiv oder negativ für dich?

Uta: Negativ.

Jonas: Also, die sind rein negativ.

Uta: Ja, genau. Es gibt ja diese Zwischenschaltstelle. Das ist die KZV. Das ist die Kassenzahnärztliche Vereinigung, sodass man nicht alleine ist. Es ist schon einmal gut, dass es  Gesamtverträge gibt, dass man das nicht selbst verhandeln muss. Aber das Reglement ist doch sehr umfänglich. Man hat extra Helferinnen, die man beschäftigt, um den ganzen Schreibkram zu erledigen, und das wird auch nicht weniger, sondern immer mehr, um sich nach allen Seiten abzusichern. Die Patienten sind natürlich unzufrieden, weil sie sehr viel in die Krankenkassen einzahlen, und ich finde, dass sie wenig Leistung dafür kriegen. Der Verwaltungsapparat der Krankenkassen ist doch recht groß, der auch mit diesen Geldern gefüttert werden muss. Das finde ich unnötig. Krankenkassen hin oder her, sie bieten mehr oder weniger die gleichen Leistungen an. Es ist nicht notwendig, dass so viel für die Verwaltung ausgegeben wird. Ich denke, dass diese Gelder ganz anders genutzt werden könnten, für die, die sie einzahlen. Ich bekomme ja das Geld gar nicht. Ich bekomme es von den Kassen. Den Patienten wird gesagt, dss sie bestimmte Dinge bezahlt bekommen. Aber dann sagt die Krankenkasse wiederum zu mir, dass ich nur so und so viele Fälle abrechnen darf. Das Geld kommt dadurch teilweise gar nicht an. Das ist dann natürlich ärgerlich. Da ist keiner auf eine Kommunikation aus, und die wird auch nicht vom Staat eingefordert. Ich finde, dass der Staat da versagt, weil die Bürger in die Kassen einzahlen und die Krankenkassen müssen die Gelder nicht offenlegen. Wenn die sparen, woran sparen die denn? Sparen die an ihren Verwaltungsangestellten? Wohl nicht. Das sind so Fragen, die nicht behandelt werden, und wo der Staat auch nicht hinterher ist und eine Offenlegung fordert. Ich finde, das müsste er tun.  Das sind soziale Pflichten, die er wahrzunehmen hat.

Jonas: Wie wichtig ist dein Beruf für deine Identität? Wie viel macht er aus? Wärst du vielleicht ein ganz anderer Mensch, wenn du einen anderen Beruf hättest?

Uta: Ja, das wäre ich. Ich habe unter schwierigen Umständen studiert. Ich bin in Ostdeutschland groß geworden, habe Medizin studiert und konnte das nicht weitermachen, weil ich mit einem kirchlichen Mitarbeiter verheiratet war. Dann kam das Übliche, die Ausreise mehr oder weniger zum Mauerfall. Und ich habe dann im April 1990 das Zahnmedizinstudium in Westberlin angefangen. Damals war es ja noch Westberlin. Dann habe ich mich von meinem Mann getrennt und stand mit den Kindern alleine da. Ich habe das aber durchgezogen in Regelstudienzeiten. Das zu tun, das zu schaffen und nicht aufzugeben, das war wichtig. Es hätte auch etwas anderes sein können. Nur, dass man nicht aufgibt und sagt: „Na ja, da muss ich mich eben bescheiden.“ Wenn man noch zwei Jahre länger gebraucht hätte, das wäre auch nicht das Problem gewesen. Aber wichtig ist, dass man sein Ziel erreicht und die Kinder trotzdem gut groß kriegt. Meine älteste Tochter ist übrigens auch Zahnärztin. (Alle lachen.) Das wäre sie sicherlich auch nicht geworden, wenn ich nicht Zahnärztin wäre.

Milica: Erfüllt dich deine Arbeit und würdest du sagen, dass sie zu deiner Persönlichkeit passt?

Uta: Dass sie zu meiner Persönlichkeit passt, ja.  Aber Arbeit ist nicht alles im Leben.

Jonas: Es ist dir nicht das Allerwichtigste.

Uta: Nein. Das ist eine gute und schöne Arbeit. Man muss auch irgendwie Geld verdienen und ich war nie nur dafür, dass ich mit Kindern zu Hause bin, sondern es war irgendwie immer klar, dass ich mein eigenes Geld verdienen werde. Es ist schön, einen Beruf zu haben, mit dem man generell zufrieden ist und wo man sagen kann: „Da passe ich hin. Das ist in Ordnung.“  

Jonas: Machst du etwas neben deiner Arbeit? Bist du vielleicht ehrenamtlich tätig? Machst du noch einen Nebenjob oder etwas in deiner Freizeit, um quasi etwas auszuleben, was du in deinem Hauptberuf nicht hast?

Uta: Ehrenamtlich mache ich nichts Konkretes, aber ich bin sehr engagiert im Großraum der Familie. Mit den Enkeln und Bonusenkeln gibt es immer viel zu tun. Das finde ich auch sehr schön. Da bin ich dann wieder so weit, dass wir die Modelleisenbahn aufgebaut haben, auch wenn das nicht mein Hobby ist. Dadurch, dass die Enkel hier übernachten und dass man mit ihnen etwas unternimmt zum allseitigen Nutzen und Vergnügen, erleichtert man ja auch dem anderen vieles. Die Eltern sind über 80 und schwächeln. Das ist auch zeitlich begrenzt. Da gibt es natürlich auch sehr viel zu tun.

Jonas: Ja. Ehrenamt ist ja nicht nur das, was den Stempel „Ehrenamt“ trägt, sondern das gehört auch dazu. Als Abschlussfrage stelle ich noch eine  Frage, dann sind wir auch schon fertig. Bist du denn zufrieden und glücklich in deinem Beruf?

Uta: Ja!

Jonas: Und wenn du die freie Wahl hättest, jetzt noch einmal irgendetwas andere zu machen – gäbe es da etwas? Und was wäre das?

Uta: Das weiß ich nicht. Das muss ich ehrlich sagen, das weiß ich nicht. Es ist natürlich so, je älter man wird, umso mehr sieht man ja, wie bei den anderen die Träume platzen. Wenn man dann sagt: „Ach, ich würde Architektur studieren. Oder ich würde Fotograf werden. “ In diesem Sinne nicht. Aber es gibt sicherlich eine Menge Dinge, wo man sich hineinvertiefen kann. Ich könnte mir generell vorstellen, auch noch einmal etwas ganz anderes zu machen, wenn sich das irgendwie ergeben würde.  Ich kann das aber auch noch die nächsten zehn Jahre – oder wie viel das jetzt noch ist, das weiß man ja heute gar nicht mehr – kann ich das gern noch machen. Ja.

Milica/Jonas: Vielen Dank!


Uta, zubarka, Berlin

Jonas: Kada si se odlučila da postaneš zubarka? I koji je najvažniji razlog za to?

Uta: Oduvek sam želela da postanem lekar, veliki hirurg. Ali to je teško uz porodicu i decu, tako da sam se preorijentisala na stomatologiju, jer isto popravljate stvari, a možete da uskladite sa porodicom. Imam dvoje dece koja su, u međuvremenu, odrasla. Nema noćnih smena, nema rada vikendom, a ipak možete da popravljate stvari.

Jonas: Kada si se preorijentisala?

Uta: Studije sam počela 1990, studirala sam medicinu dok nisam došla do fizike i onda sam promenila smer.

Jonas: Da li si se savetovala sa drugim ljudima ili si sama odlučila da promeniš smer?

Uta: Savetovala sam se. U krugu prijatelja, gde možete da pričate kako da nastavite dalje.

Jonas: Da li su to bile kolege sa stomatologije?

Uta: Ne, nisu bili stomatolozi. Zapravo, kada sam počela studije, nisam poznavala ni jednog stomatologa.

Jonas: Da li bi to ponovo uradila? Da li bi ponovo postala zubarka kada bi ponovo mogla da biraš?

Uta: Teško. To je dobar posao koji mogu da preporučim i drugima, ali to nije jedina stvar u životu i mogla bih da zamislim da, kada bismo živeli dugo, da sada radim nešto sasvim drugo.  Sigurno postoji gomila stvari u koje možeš da se udubiš. Generalno bih mogla da zamislim da radim nešto sasvim drugo, ako bi bila takva situacija, ali ne obavezno. Lepo bih mogla i da nastavim da se bavim svojim poslom.

Jonas: Ne kaješ se?

Uta: Ne.

Jonas: Kakav je odnos polova? Da li je više žena ili muškaraca zubara?

Uta: To je promenljivo. Mislim da sada ima više žena iz porodičnih razloga, jer sami možete da odredite radno vreme.

Jonas: Ranije je bilo više muškaraca?

Uta: Ranije su zubari bili uglavnom muškarci, ali mislim je stvar u tome što je sada generalno više žena u svim zanimanjima.

Jonas: Da li ima nečeg posebnog u tome što si žena zubar? Da li ti to igra ikakvu ulogu?

Uta: Ne, zapravo je svejedno. Nikada nisam imala tu podelu muškarac-žena. Potičem iz porodice gde smo ravnopravno odgajani i gde pol nikada nije igrao ulogu. S te strane nikada nisam ni razmišljala o tome.

Milica: Da li misliš da si cenjena u svom poslu?

Uta: Da, naravno, jer svako je srećan i zahvalan kad zubar lepo uradi svoj posao. Poštovanje se time brzo zaradi. (smeh) To je kao i sa babicama. I one su uvek cenjene, osim ako se to poverenje ne prokocka.  

Jonas: Da li društvo generalno ceni taj posao?

Uta: To je pitanje. Ako pođete od ljudi, dobijate reakciju „Oh, zubarka“ i skoro ste i precenjeni, jer neki misle da zarađujete nenormalno mnogo novca, što danas više nije slučaj zbog različitih zakona u vezi sa zdravstvenim osiguranjem. A sa druge strane, sa strane društva, medicinska zanimanja se na neki način potcenjuju, jer ima mnogo administracije i administrativne dokumentacije kojom se određuje šta kako treba da se radi.

Jonas: Da li to rade zdravstvena osiguranja?

Uta: Tako je, pacijenti su osigurani i žele da im se urade intervencije u okviru njihovog osiguranja. Ne traže se više stvari koje su možda bolje, ali koje ne pokriva zdravstveno osiguranje. I tako sve više dolazimo do toga da zdravstvena osiguranja donose odluke, a ne da se traži odluka lekara.

Milica: Da li misliš da su tvoja primanja dovoljna za život?

Uta: Da, naravno. Jesu, sigurno.

Milica: Da li misliš da su tvoja primanja adekvatna za tvoj posao?

Uta: Da, imam adekvatnu zaradu. To moram da priznam. Imala sam sopstvenu ordinaciju. Tu, naravno, sve varira i morate mnogo da radite da biste dobili svoj novac. Onda sam napravila promenu i sada radim na ortopediji vilice, to znači da pravim proteze za decu i tu sam zaposlena. I divno je.

Jonas: U vezi sa odgovornošću na tvom poslu, da li te to ponekad opterećuje? Zubi su ljudima veoma važni. Tu se može i pogrešiti.

Uta: Da, može se, ali na ortopediji vilice je relativno jednostavno. Ništa nije iznenada. Tu nema urgentnih stvari i radim sa kolegama sa kojima uvek mogu da se posavetujem. I to je veoma prijatna stvar. Posavetujete se sa kolegama i pre nego što je nešto krenulo po zlu, vi ste to već rešili. U čistoj stomatologiji je to drugačije, kada dođu hitni slučajevi, kada su odluke vezane za velike bolove ili mnogo novca, onda to može da bude naporno i opterećujuće. Ortopedija vilice je sjajna.  

Jonas: Koliko dugo to radiš?

Uta: Šest godina. U principu sam jedini lekar koji radi sa mladim i zdravim pacijentima. Drugi su stari i bolesni. Moji pacijenti se ne plaše. Boljeg od toga nema.  

Jonas: Onda ću ti postaviti obrnuto pitanje. Da li su nekad postavljeni premali zahtevi pred tebe na poslu?

Uta: Možda je to više lepota svakodnevne discipline. U nekom trenutku čovek postane sposoban u svom poslu. Jesam promenila stručno područje rada, ali i tu steknete rutinu, tako da retko kad imate veliki izazov. Ali mislim da je tako u svakom poslu. Ima malo izuzetaka. I tu se postavlja pitanje na šta onda da usresredite pažnju.

Jonas: Misliš osim posla?

Uta: To je druga priča, kako da na pravi način organizujete slobodno vreme. Ja ne moram više da idem na strašno mnogo usavršavanja ili da svako treće veče tražim nešto u knjigama. Nije više onako kako je bilo na početku. Zahvaljujući rutini možete da usmerite pažnju na nešto drugo, isto i u svakodnevici na poslu. Određeni koraci u radu ne zahtevaju više toliko pažnje, tako da više možete, na primer, da se posvetite pacijentu i da budete opušteniji. A uvek je i pitanje šta vidite kao izazov.

Jonas: Koliko sati radiš nedeljno?

Uta: Sada sam smanjila na 30 sati.

Jonas: Da li ti je pre bilo previše?

Uta: Ne, u međuvremenu su deca otišla iz kuće, podelila se po svetu i uživam u dugim vikendima. Ali lepo je za porodicu kada možete da negujete porodicu u najširem smislu.   

Milica: Imaš li hobije?

Uta: Hobi, kao kad ljudi kažu: „Volim da se igram železnice ili štrikam“, nemam. Ali volim da budem na svežem vazduhu. Moj muž ima jedrilicu i dosta putujemo. Uvek gledamo da nešto radimo. Volim da čitam, a Berlin je pun bioskopa, izložbi, pozorišta.

Jonas: U vezi sa odnosom između države i posla, da li postoje naknade?

Uta: Postoje naknade preko zdravstvenog osiguranja.

Jonas: Da li su za tebe zdravstvena osiguranja u tom smislu pozitivna ili negativna?

Uta: Negativna.

Jonas: Dakle, isključivo negativna.

Uta: Da, tako je. Postoji i jedna međustanica. To je KZV, skraćenica za Udruženje stomatološkog zdravstvenog osiguranja, tako da niste sami. S jedne strane je dobro što postoje opšti ugovori, tako da ne morate sami da pregovarate. Ali pravilnik je veoma opširan. Imate dodatne pomoćnice koje zapošljavate da rade svu tu papirologiju, a nje nije manje, već samo više, kako biste se osigurali sa svih strana. Pacijenti su, naravno, nezadovoljni, jer mnogo uplaćuju za zdravstveno osiguranje, a mislim da dobijaju malo usluga za to. Upravni aparat zdravstvenih osiguranja je stvarno velik, a on se plaća od novca pacijenata. Mislim da je to nepotrebno. Ovo ili ono zdravstveno osiguranje, svi oni nude manje ili više iste usluge. Nije neophodno da se daje toliko mnogo novca za upravu. Mislim da bi se taj novac mogao trošiti sasvim drugačije u korist onih ljudi koji ga uplaćuju. Ja uopšte ne dobijam novac. Dobijam ga od zdravstvenih osiguranja. Pacijentima se kaže da će im određene stvari biti plaćene. Ali onda meni kaže zdravstveno osiguranje da smem da računam samo toliko i toliko slučajeva. Tako da novac delom uopšte ne stiže do nas. To, naravno, ljuti. Niko ne želi da razgovara o tome, a država ni ne podstiče komunikaciju. Mislim da je država tu zakazala, jer građani uplaćuju zdravstveno osiguranje, a osiguranja ne moraju da predoče na šta je potrošen novac. Ako štede, na čemu štede? Da li štede na administrativnim radnicima? Ne. To su pitanja koja se ne rešavaju, i u koje država nije dovoljno uključena i ne zahteva dovoljnu transparentnost. Mislim da bi trebalo da država to reši. To su socijalne obaveze koje država mora da spozna.

Jonas: Koliko je važno tvoje zanimanje za tvoj identitet? Koliko tvoje zanimanje čini tvoj identitet? Da li bi bila potpuno druga osoba da se baviš nečim drugim?

Uta: Da, bila bih. Studirala sam pod teškim okolnostima. Odrasla sam u Istočnoj Nemačkoj, studirala sam medicinu i nisam mogla da nastavim studije, jer sam bila udata za čoveka koji radi u crkvi. Onda je usledilo ono što je bilo uobičajeno, odlazak iz Istočne Nemačke, manje-više neposredno nakon pada Zida. U aprilu 1990. sam počela studije stomatologije u Zapadnom Berlinu. Tada je to još bio Zapadni Berlin. Onda sam se razvela od muža i bila sam sama sa decom. Ali izgurala sam sve u redovnom studijskom roku. Bilo je važno da to uradim, da uspem, da ne odustanem. Moglo je da bude i drugačije. Važno je samo ne odustati i reći: „Pa dobro, moram da se pomirim sa tim.“ Da mi je trebalo još dve godine, ni to ne bi bio problem. Važno je da postignete svoj cilj i da lepo podignete decu. Moja najstarija ćerka je isto zubarka. Sigurno ne bi ni ona bila zubarka da nisam ja.

Milica: Da li te posao ispunjava i da li misliš da odgovara tvojoj ličnosti?

Uta: Odgovara mojoj ličnosti. Ali posao nije sve u životu.  

Jonas: Nije ti to najvažnija stvar.

Uta: Ne. To je dobar i lep posao. Nekako morate da zaradite novac i nikada nisam bila za to da ostanem kod kuće sa decom, već je nekako uvek bilo jasno da ću zarađivati svoj novac. Lepo je kada imate posao kojim ste generalno zadovoljni i gde kažete: „Uklapam se tu. Odgovara mi.“  

Jonas: Da li radiš nešto osim svog posla? Da li se možda baviš dobrotvornim radom? Da li imaš neki dodatni posao ili nešto što radiš u slobodno vreme da bi nadoknadila ono što nemaš u svom glavnom poslu?

Uta: Što se dobrotvornog rada tiče, ne radim ništa konkretno, ali sam veoma angažovana u okviru šire porodice. Sa unučićima i „bonus“ unučićima uvek ima posla. I to mi jako prija. Toliko sam se uživela u to da smo napravili model železnice, iako mi to nije hobi. Kada unučići ovde prenoće i kada radite nešto sa njima na opštu korist i zadovoljstvo, mnogo olakšavate i drugoj strani. Roditelji mi imaju preko 80 godina i već su slabi. Nije im preostalo mnogo vremena. I zato imam dosta posla oko njih.  

Jonas: Da. Dobrotvorni rad nije samo ono što ima oznaku „humanitarno“, već i ovo što si rekla.  Za kraj bih ti postavio još jedno pitanje. Da li si zadovoljna i srećna sa svojim poslom?  

Uta: Da!

Jonas: A kada bi sada mogla da biraš, da li bi izabrala nešto drugo? Šta bi to bilo?

Uta: Ne znam. Moram da kažem iskreno, ne znam. Naravno da je tako da, što ste stariji, sve više vidite kako drugim ljudima snovi propadaju. Da kažem: „Studirala bih arhitekturu. Ili bih postala fotograf.“ U tom smislu ne. Ali sigurno da postoji gomila stvari u koje bih se mogla udubiti. Generalno mogu da zamislim da radim nešto sasvim drugačije, da su odgovarajuće okolnosti.  Ali to mogu da uradim u narednih deset godina, ili koliko, to se danas više ne zna, ali mogla bih još to da uradim. Da.

Milica/Jonas: Hvala!