Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Ingo, Verleger, Berlin


Ingo: Ich heiße Ingo Držečnik. Mein Familienname ist slowenisch – mein Vater ist in den sechziger Jahren aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland eingewandert. Ich bin Verleger. Mein Verlag –  Elfenbein Verlag – ist relativ klein. Ich mache Bücher nun schon seit über zwei Jahrzehnten. Mit 25, als ich noch Student war, habe ich den Verlag gegründet.

Milica: In welchem Sinne ist dein Verlag klein?

Ingo: Klein in dem Sinne, dass ich nur wenige Bücher verlege. Ich betreue im Jahr um die sechs Neuerscheinungen. Von dem Buch, das ich euch mitgebracht habe, habe ich 1000 Exemplare gedruckt. Ich weiß nicht, wie das in Serbien ist, aber in Deutschland gilt das als eine ganz kleine Auflage. Große Verlage wie Suhrkamp, Hanser oder S. Fischer würden niemals nur 1000 Exemplare in einem ersten Durchgang drucken, sondern wahrscheinlich erst bei 3000 oder 4000 starten, weil es sich sonst gar nicht rechnen kann. Ein großer Verlag hat Angestellte, die bezahlt werden müssen, und deshalb muss er entsprechend verkaufen. Die Bücher werden in großer Stückzahl an den stationären Buchhandel verkauft, und man kann nur hoffen, dass sie nicht nach einem Jahr wieder zurückkehren. Das ist das Risiko im Verlagsgeschäft. Wir verkaufen Bücher an den Buchhandel, aber wir müssen sie auch nach einem Jahr oder einem halben Jahr wieder zurücknehmen, wenn die Vertreter feststellen, dass sie immer noch nicht an den Endkunden weiterverkauft wurden. Es geht nicht anders. Wenn man neue Bücher verkaufen will, muss man die aus der vergangenen Produktion wieder zurücknehmen, weil der Händler sonst gar nichts mehr einkaufen würde. Dieses Risiko halte ich aber möglichst klein. Ich habe keine Angestellten und drucke eine kleine Auflage. Wenn ich die verkauft habe, dann drucke ich eine neue Auflage. Damit kann man natürlich nicht so viel Geld verdienen, denn, wenn du 5000 Mal das gleiche Buch drucken lässt, kostet dich ein Exemplar natürlich viel weniger, als wenn du 1000 Stück drucken lässt. Ich rechne so, dass ich, wenn ich die 1000 Stück der ersten Auflage verkauft habe, nach Abzug des Honorars an die Autoren so viel Geld übrig habe, um damit eine neue Auflage drucken lassen zu können. Wenn darüber hinaus etwas übrig bleibt, ist es ein großer Erfolg. Das geht nur, weil ich sozusagen mein eigener Angestellter bin. Autoren erhalten eine Beteiligung am Verkauf – etwa zehn Prozent sind die Regel. Wenn ich Übersetzer und externe Lektoren benötige, kommen natürlich zusätzliche Kosten auf mich zu.    

Milica: Wie hast du die Entscheidung getroffen, Verleger zu werden?

Ingo: Das war in den Neunzigern, ich war noch Student in Heidelberg, als ein sehr guter Freund, Roman Pliske, mich dazu überredete, an einer Literaturzeitschrift mitzuarbeiten. Wir haben die Zeitschrift herausgegeben, redaktionell betreut, selbst Artikel geschrieben, das hat viel Freude gemacht. Wir sind durch die Straßen von Heidelberg gelaufen, haben Türklinken geputzt und in kleinen Geschäften gefragt: „Wollt ihr nicht vielleicht eine Anzeige drucken?“ Damals wurde das Heft zwar schon mit dem Computer gelayoutet, aber wir haben z. B. die Anzeigenvorlagen eingeklebt und dann das Ganze im Copyshop um die 1000-mal kopieren lassen, für zwei Mark (das wären heute wohl auch etwa zwei Euro) haben wir das Heft verkauft. „metamorphosen“ hieß die Zeitschrift – es gibt sie noch immer, jetzt machen das Berliner Studenten. Wir haben uns damals immer in einem Heidelberger Café mit unseren Mitarbeitern und Redakteuren versammelt und überlegt, was wir im nächsten Heft machen wollen. Alle drei Monate brachten wir ein Heft heraus. Wir trafen uns auch mit Autoren, die Lyrik oder Kurzgeschichten geschrieben hatten, die wir abdrucken wollten, und so sind wir spielerisch in diese Verleger-Tätigkeit hineingekommen – auswählen, redigieren, korrigieren –, das hat viel Spaß gemacht. Wir hatten Lust gehabt, das zu professionalisieren und sind dann zum Finanzamt gegangen und haben ein Gewerbe angemeldet. Wir wollten erst einmal nur ein Buch eines einzelnen Lyrikers verlegen, dessen Gedichte wir auch in den „metamorphosen“ abgedruckt hatten – Andreas Holschuh. Es war gar nicht so einfach, eine günstige Druckerei zu finden, wir hatten nicht viel Geld, gerade einmal 1000 Mark aus dem Verkauf der Zeitschrift. Alles was übrig blieb, hatten wir gespart. In Tschechien, das ja gerade erst ein paar Jahre eine grüne Grenze mit Deutschland hatte, haben wir dann eine Druckerei gefunden. Von Heidelberg nach Tschechen ist es nicht so weit. Wir sind also hinübergefahren und haben dort unsere Unterlagen abgegeben. Einen Monat später sind wir wieder hingefahren und haben die Bücher abgeholt. Damals gab es aber noch eine Zollgrenze, Tschechien war noch nicht Teil der „EG“, wie man damals noch sagte, man musste Waren also anmelden und Steuern entrichten, was auch eine sehr interessante Erfahrung war. So fing alles an. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie es weiterging: Du machst das erste Buch für einen Freund, und dann kommt der nächste und sagt: „Ich habe einen Roman geschrieben.“ Wie beim Schneeballeffekt. Ein Jahr später sollte auf der Frankfurter Buchmesse die portugiesische Literatur Themenschwerpunkt sein, das fanden wir interessant, und wir hatten auch einen Freund, der Portugiesisch studierte und uns Tipps gab. Mit einem jungen Autor, der damals um die 30 Jahre alt war, hatten wir dann einiges Glück, er hatte in Portugal einen gewissen Erfolg, und so haben wir eine Übersetzung ins Deutsche präsentiert. Wir nahmen an der Buchmesse teil, und dann kamen Presseleute, dann wurde man hier und da eingeladen, und plötzlich gab es Besprechungen in der „F.A.Z.“, der „Süddeutschen“, der „Zeit“. Wir kamen in gewisser Weise in ein Fahrwasser, und dann fährt man halt weiter.

Milica: Wenn du zurückschaust, würdest du das noch einmal machen?

Ingo: Ja, und ich würde es auch jedem empfehlen. Meine Kinder lesen auch gern. Ich habe ihnen nicht gesagt: „Macht das mal weiter!“, aber ich würde mich natürlich freuen, wenn eines von den beiden mal sagt: „Ich will auch Verleger werden.“ Ich will auch gleich die Frage vorwegschicken, ob man davon leben kann. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich davon leben. Vielleicht könnte ich es in diesem Jahr und vielleicht auch im nächsten. Aber es war und ist nie sicher. Ich habe in den letzten zwanzig Jahren immer wieder erlebt, dass die Vorstellung, die ich als junger Mann einmal hatte, nämlich vom Büchermachen zu leben, nur sehr schwer umzusetzen ist. Als Student ist man ja noch relativ sorgenlos, da geht das meiste immer ganz gut. Die Eltern unterstützen einen, man steckt vielleicht auch aus Spaß Geld in irgendwas, und manchmal kommt auch etwas zurück. Eine ordentliche Rechnung habe ich mir damals nie aufgemacht. Aber in dem Moment, in dem man feststellt, dass es sich immer auch rechnen muss, wenn man nicht pleitegehen will, dann braucht man ein Standbein.

Milica: Hast du Nebenjobs?

Ingo: Mein Nebenjob ist – wenn man es nur finanziell betrachtet – eigentlich mein Hauptjob: Ich bin Lehrer. Ich betrachte es aber meist anders, und sage lieber: Ich unterrichte. Ich mache das ja auch noch nicht so lange, wie ich als Verleger tätig bin. Erst als ich festgestellt habe, dass ich von der Verleger-Tätigkeit nicht leben kann, begann ich damit. Ich kann ja nicht mein Leben lang auf einem 1000-Euro-Level leben. Wie soll das gehen? Wie soll man seine Familie ernähren? Wie soll man hier in Prenzlauer Berg wohnen? Das geht alles nicht. Ich musste dafür noch einmal an die Uni – ich hatte ja „nur“ einen Magisterabschluss – und habe die Staatsexamina nachgeholt. Seitdem bin ich im Schulbetrieb und unterrichte, aber wenn du mich nach meinem Beruf fragst, würde ich immer sagen: „Ich bin Verleger, aber ich verdiene mein Geld dadurch, dass ich unterrichte.“

Milica: Würdest du sagen, dass dein Beruf ein typischer Frauen- oder Männerberuf ist, oder ist das egal?

Ingo: Die Verleger, die ich kenne, sind tatsächlich überwiegend Männer, wobei man in den kleineren Verlagen auch sehr viele Frauen trifft, die tatsächlich auch die Eigentümer sind. Britta Jürgs ist z. B. eine bekannte Verlegerin eines unabhängigen Berliner Verlags: AvivA.

Felix: Trotz dessen, dass man merkt, dass dir deine Arbeit Spaß macht und du sie auch mit Leidenschaft ausübst, gab es denn auch Momente, in denen dir die Arbeit zu stressig war und alles zu viel war?

Ingo: Das kommt immer wieder mal vor und ist auch der Tatsache geschuldet, dass ich mir die Verpflichtung aufgebürdet habe zu unterrichten. Aber das ist auch alles gut so, denn das Unterrichten nimmt mir eine existenzielle Sorge, die ich früher natürlich hatte. Und ich habe schließlich zwei Kinder. Stress, in dem Sinne, dass man alles organisieren muss, gibt es natürlich auch. Aber es lässt sich vereinbaren. Ein großer Vorteil des Lehrerdaseins ist, dass man in der Regel sehr früh am Tag mit der Arbeit beginnt – ich schon um 7.30 Uhr – und dann entsprechend früher Zeit für anderes hat. Wenn der Buchhändler z. B. in der Regel um 10 Uhr seinen Laden öffnet, dann bin ich ja schon fast im dritten Unterrichtsblock.

Milica: Hast du genügend Freizeit?

Ingo: Ja, das ist die Zeit, von der ich einen Großteil in meine Verlagsarbeit stecke. Ich mache kein Kitesurfen oder so etwas, sondern ich mache halt Bücher. Mein Hobby ist sozusagen mein Beruf.

Felix: Würdest du sagen, dass der Beruf bzw. die Arbeit zu dir passt und deine Persönlichkeit/Identität mitgeprägt hat?

Ingo: Ja, schon. Das ist mir aber erst später aufgefallen. Als ich 25-jähriges Abitur-Jubiläum hatte und wir alle an einem Tisch saßen, sagte ein alter Schulkamerad: „Ja, Ingo, du warst schon als Schüler verlegerisch tätig.“ Ich fragte: „Wie kommst du darauf?“ Und dann holte er aus seiner Tasche ein paar Hefte heraus. Wir hatten in der 6. Klasse eine Schülerzeitschrift gemacht. Darin gab es selbstgezeichnete Kreuzworträtsel und Karikaturen, und wir haben die Zeitschrift für vielleicht 10 Pfennig verkauft. Ich hatte das vollkommen vergessen. Ich möchte nicht von „Berufung“ sprechen, aber ein Interesse am Verlegen scheint also doch recht früh da gewesen zu sein.

Milica: Wärest du ein ganz anderer Mensch, hättest du einen anderen Beruf gewählt?  

Ingo: Das weiß ich nicht. Sagen wir mal so: Wenn ich jetzt aus irgendwelchen Gründen nicht Verleger sein könnte, glaube ich, dass ich sehr traurig wäre, weil es mich sehr erfüllt. Ich glaube auch, dass ich vermutlich nicht unterrichten würde, wenn ich meinen Verlag nicht hätte. Ich glaube, dass ich dann irgendwie versuchen würde, für einen anderen Verlag zu arbeiten. Als Lektor zum Beispiel.

Milica: Fühlst du dich in diesem Beruf genug geschätzt?  

Ingo: Ja. Ich habe 2018 für meine Arbeit den Kurt-Wolff-Preis erhalten – sehr viel Geld und sehr viel Anerkennung. Auf der Leipziger Buchmesse wurde dieser Preis öffentlich verliehen. In einem Forum waren viele Kollegen, und ein befreundeter Verleger, Stefan Weidle, hielt eine Laudatio. Das war schon ein bewegender Moment. Da fühlte ich mich anerkannt. In den Jahren davor dachte ich mir immer, diesen Preis werde ich niemals bekommen, da gibt es doch so viele andere, die ihn mindestens genauso, wenn nicht eher verdient haben und schon viel länger Bücher machen, und plötzlich bekomme ich ihn doch. Das ist schon eine sehr große Anerkennung für meine Arbeit.

Milica: Was für einen Status hat dein Beruf in der Gesellschaft?  

Ingo: Wenn du dir meine Internetseite anschaust, wird dir sofort klar, dass das, was ich mache, nur einen kleinen Teil der Gesellschaft interessiert. Wirklich literarische Texte und vor allem schwierigere literarische Texte werden doch nur von wenigen Leuten gelesen und geschätzt. Das ist auch mit dem Feuilleton der Tageszeitungen so. Zum Beispiel das Feuilleton der F.A.Z.: Es ist das größte, wichtigste und einflussreichste in Deutschland, aber ich glaube, dass nicht einmal zehn Prozent der Leser der F.A.Z. Besprechungen von Büchern lesen. Das wird in anderen Ländern nicht anders sein. Es gibt aber einen kleinen Kreis von Menschen in jeder Gesellschaft, die sich für solche Dinge interessieren. Und unter diesen Menschen ist die Tätigkeit des Verlegers sehr hoch angesehen, weil sie wissen, dass diese Leute entscheiden, was überhaupt auf den Markt kommt. Wenn die Verleger sie nämlich nicht machen, dann gibt es diese Bücher nicht. Bücher müssen ja auch „gemacht“ werden, sie müssen lektoriert, gesetzt, beworben, finanziert werden, sie müssen auf den Markt, sie müssen verbreitet werden, und dafür braucht man Verleger. Da kann man so oft Self-Publishing ausprobieren, wie man will, das hat überhaupt keine Wirkung, zumindest nicht in Deutschland, zumindest nicht heute.

Milica:  Fühlst du dich gegenüber den Autoren, deren Werke du veröffentlichst, verantwortlich?

Ingo: Ja, natürlich. Ich nenne jetzt keinen Namen, aber ich habe z. B. einen Autor, der vor ein paar Jahren einen gewissen Erfolg gehabt hat, was die Wahrnehmung im Feuilleton anbelangt. Seine Bücher sind groß besprochen, geradezu gefeiert worden. Vor einem Jahr hat er ein neues Buch vorgelegt, und es ist bis heute nicht besprochen worden. Da bin ich schon traurig. Und ich fühle mich verantwortlich und frage mich, was ich falsch gemacht habe. Dann rufe ich hier und dort an und frage: „Könnt ihr da nicht was machen?“ Ich bin als Verleger schon dafür verantwortlich, dass die Autoren wahrgenommen werden. Ich kann sie natürlich für mich entdecken – aber danach, wer entdeckt sie wirklich, so dass sie große Verbreitung finden? Die Bücher müssen irgendwie auch in die Buchhandlungen kommen, und das ist sehr schwierig. Meine Vorschauprospekte konzipiere ich ein halbes Jahr vor Erscheinen der Bücher und verschicke sie an Buchhandlungen und Redaktionen. Wenn dann keine Bestellungen eintreffen, fühle ich mich verantwortlich, und schließlich habe ich ja auch mit den Autoren Verträge, in denen steht, dass ich alles unternehme, damit das Buch Verbreitung findet.

Milica: Machst du auch das Design der Bücher?

Ingo: Alles, was innen stattfindet, ja. Die Cover macht eine Grafikerin. Sie hat Buchgestaltung studiert. Die Typografie habe ich „by doing“ gelernt – wenn du mein erstes Buch anschaust, würdest du sagen: „Das hätte ich auch hingekriegt.“ Wir hatten damals mit Word gearbeitet und einfach eine Schrift genommen, die mitgeliefert war und die wir gut fanden. Ich hatte keine Ahnung von Typografie. Heute ist mir das natürlich etwas peinlich. Aber wenn man zwanzig Jahre etwas macht, weiß man irgendwann, was gut ist.

Milica: Das interessiert mich persönlich. Was ist deine Lieblingsschriftart?

Ingo: Es kommt darauf an, was für ein Buch ich mache. In vielen Büchern benutze ich die „Garamond“ – eine schöne, klassische Schrift, von einem französischen Typografen aus dem 16. Jahrhundert hergestellt, die aber immer noch modern wirkt und von vielen Verlegern gerne benutzt wird. Sie ist unaufgeregt. Ich lese Texte in „Garamond“, ohne mich durch die Schrift gestört zu fühlen. Schriften, die immer zeigen, wie toll sie sind, stören mich. Da kann ich mich nicht auf den Text konzentrieren. In meinem Programm ist auch ein expressionistischer Autor – Klabund –, von dem ich eine achtbändige Werkausgabe herausgebracht habe. Seine Texte habe ich bewusst in „Bodoni“ gesetzt. Das ist eine modernere, ausdrucksstärkere Schrift eines italienischen Schriftsetzers aus dem 18./19. Jahrhunderts, sie passt meines Erachtens viel besser zum Autor. Die „Futura“ würde ich z. B. nicht für einen Roman verwenden, sie ermüdet auf lange Strecke das Auge, weil sie keine Serifen hat. Die „Futura“ ist gut für kürzere Texte, auch für Werbetexte.

Felix: Das habe ich eigentlich schon aus dem Gespräch herausgehört. Ich stelle die Frage trotzdem noch einmal als Abschlussfrage. Bist du in deinem Beruf glücklich? Könntest du dir vorstellen, etwas anderes zu machen?

Ingo: Ich kann versuchen, es so zu erklären: Meine Schüler sind junge Erwachsene. Wenn sie kurz vor ihrem Abschluss stehen, wollen sie eher an eine Fachhochschule gehen als an eine Universität. Das ist für mich total fremdes Terrain, ich kenne mich da gar nicht aus. Ich gehe dann zusammen mit ihnen auf Exkursion, z. B. an die HTW in Berlin, und wenn ich dann einer Professorin für Bauingenieurwesen im Vorlesungssaal zuhöre, denke ich: „Wahnsinn, wenn ich jetzt 20 wäre und bei dieser Frau studieren könnte, würde ich mich vielleicht auch dafür interessieren.“ Es ist nicht so, dass ich dann das Gefühl habe, eigentlich doch lieber etwas ganz anderes zu machen, aber ich glaube, ich wäre anpassungsfähig, hätte ich – aus welchen Gründen auch immer – einen anderen Berufsweg eingeschlagen. Man muss dazu sagen, dass meine Eltern medizinische Berufe aufgenommen haben, es in meiner Familie eigentlich keine „Buchmenschen“ gibt – wenn man davon absieht, dass sie alle gerne lesen. Mich hat die Medizin nie interessiert. Und mir war und ist wichtig, dass ich etwas mache, was ich zu einhundert Prozent gut finde. Ich glaube auch, dass es ein paar Leute gibt, die ich mit meiner Arbeit erreichen kann und die auch gut finden, was ich verlege – selbst wenn es nur 1000 sind. Manchmal sind es aber auch deutlich mehr, und dann drucke ich eben noch mal. Zum Beispiel Anthony Powell –  das ist ein englischer Romancier, dessen zwölfbändiges Romanwerk „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ ich verlege. Ich habe zunächst 1000 Exemplare des ersten Romans gedruckt. Dann gab es eine Besprechung, und innerhalb einer Woche war alles weg. Das hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, ich brauche zwei bis drei Jahre dafür. Dann habe ich nachgedruckt, und wieder war alles in kurzer Zeit weg. Ich habe mittlerweile etwa 7000 Stück des ersten Bandes verkauft. Vom zweiten Band sind es schon knapp 5000 Stück. Es gibt solche Autoren, mit denen man so gar nicht gerechnet hat. Stellt euch aber vor, ich hätte gedacht, dass ich 5000 Stück verkaufe, und also gleich 5000 Stück gedruckt, aber das Umgekehrte wäre eingetreten. Dann hätte ich in meinem Kontor immer noch 4800 und unheimlich viel Geld verloren. Wahrscheinlich wäre ich pleite. So aber habe ich Geld verdient, natürlich nicht so viel wie bei Erfolgsautoren der großen Verlage, die den Markt genau beobachten. Es passiert aber auch diesen, dass ihre Kalkulation nicht aufgeht: Sie kaufen einen Autor in Amerika, drucken 200 000 Stück, machen viel und teuer Werbung, die Bücher liegen überall, und man denkt: „wow“, aber, was man nicht mitbekommt, ist, dass auch vieles wieder an die Verlage zurückgeht. Wir erfahren in der Regel nur von den verkauften Auflagen, nicht von den Remissionen. Letztlich müssen aber kleine wie große Verlage unterm Strich einen kleinen Gewinn machen.

Milica/Felix: Vielen Dank!


Ingo, izdavač, Berlin


Ingo: Zovem se Ingo Držečnik. Moje prezime je slovenačko – moj otac se doselio iz tadašnje Jugoslavije u Nemačku šezdesetih godina. Ja sam izdavač. Moja izdavačka kuća, Elfenbein Verlag, je relativno mala. Izdajem knjige već više od dve decenije. Sa dvadeset pet godina, dok sam još bio student, osnovao sam izdavačku kuću.  

Milica: U kom smislu je tvoja izdavačka kuća mala?

Ingo: Mala je u tom smislu da izdajem samo po nekoliko knjiga. Godišnje imam oko šest novih naslova. Knjiga koju sam vam doneo je štampana u 1.000 primeraka. Ne znam kakva je situacija u Srbiji, ali u Nemačkoj je to mali tiraž. Velike izdavačke kuće, kao što su Suhrkamp, Hanser ili S. Fischer, nikada ne bi štampale prvo izdanje knjige u samo 1.000 primeraka, već verovatno u 3.000 ili 4.000, jer se ništa manje od toga ne računa. Velike izdavačke kuće imaju zaposlene koje moraju da plate i srazmerno tome moraju da prodaju. Knjige se u velikom broju prodaju knjižarama i samo možete da se nadate da vam se ne vrate za godinu dana. To je taj rizik u izdavaštvu. Mi prodajemo knjige knjižarama, ali moramo da ih uzmemo nazad za godinu dana ili pola godine, ako zastupnici zaključe da se knjige ne prodaju krajnjem potrošaču. Tako funkcionišu stvari. Ako želite da prodate nove knjige, morate da uzmete one iz prethodnog izdanja, jer trgovac inače neće da ih kupi. Ali ja se trudim da mi je mali rizik. Nemam radnike i štampam male tiraže. Kada ih prodam, štampam novo izdanje. Tako ne možete zaraditi baš mnogo novaca, jer kada, na primer, štampaš knjigu u 5.000 primeraka, jedan primerak je, naravno, jeftiniji nego kada bi štampao u 1.000 primeraka. Ali ja računam da, ako prodam 1.000 primeraka u prvom izdanju, odbijem honorar autora, ostaje mi toliko novca da mogu da štampam novo izdanje. Veliki je uspeh ako i posle štampanja novog izdanja ostane još nešto novca. Ali to funkcioniše samo zato što sam ja, takoreći, svoj jedini radnik. Autori dobijaju procenat od prodaje, po pravilu je to oko 10%. Ako su mi potrebni prevodioci i lektori, naravno, imam dodatne troškove.  

Milica: Kako si se odlučio za to da postaneš izdavač?

Ingo: To je bilo devedesetih godina, bio sam student, u Hajdelbergu, kada me je moj dobar prijatelj, Roman Pliske, nagovorio da sarađujem u jednom književnom časopisu. Izdavali smo časopis, bili u redakciji, sami pisali članke i to je bilo veoma lepo. Išli smo ulicama Hajdelberga, išli od vrata do vrata, od prodavnice do prodavnice i zapitkivali: „Da li biste hteli da vam štampamo oglas?“. Časopis se tada već radio na kompjuteru, ali smo mi, na primer, lepili oglase i onda sve to umnožavali u 1.000 primeraka u kopirnici i prodavali časopis za dve marke (što bi danas bilo oko 2 evra). Časopis se zvao Metamorphosen. I dalje postoji, danas ga prave studenti iz Berlina. Mi smo se tada uvek nalazili sa saradnicima i urednicima u jednom kafeu u Hajdelbergu i dogovarali se šta ćemo raditi u sledećem broju. Svaka tri meseca smo objavljivali novi broj. Sastajali smo se i sa autorima koji su pisali liriku ili kratke priče, a koje smo hteli da štampamo, i tako smo se iz zabave dotakli izdavačke delatnosti, gde smo birali, redigovali, korigovali i to je bilo jako zanimljivo. Hteli smo da to profesionalizujemo i otišli smo u poresku upravu i prijavili posao. Hteli smo da najpre izdamo knjigu samo jednog liričara čije smo pesme štampali i u časopisu  Metamorphosen, a to je bio Andreas Holšu. Uopšte nije bilo lako da pronađemo povoljnu štampariju, nismo imali mnogo novca, samo 1.000 maraka od prodaje časopisa. Sve što bi nam preostalo, štedeli smo. Našli smo štampariju u Češkoj koja je nekoliko godina imala zelenu granicu sa Nemačkom. Nije daleko od Hajdelberga do Češke.  Otišli smo tamo i predali svoj materijal. Mesec dana kasnije smo ponovo otišli i pokupili knjige. Tada je još postojala carinska granica, jer Češka nije bila deo Evropske zajednice, kako se to tada zvalo, tako da ste morali da prijavite proizvode i da platite porez, što je, takođe, bilo zanimljivo iskustvo. I tako je sve počelo. Možda možeš da zamisliš kako se dalje razvijalo: uradiš prvu knjigu za nekog prijatelja, a onda ti dođe drugi i kaže: „Napisao sam roman“. Kao lančana reakcija. Godinu dana kasnije je na Sajmu knjiga u Frankfurtu centralna tema bila portugalska književnost, što nam je bilo zanimljivo, a imali smo prijatelja koji je studirao portugalski i dao nam nekoliko saveta. Delom smo imali sreće sa jednim mladim autorom koji je tada imao oko 30 godina i u Portugalu imao izvestan uspeh i mi smo predstavili prevod njegove knjige na nemački. Učestvovali smo na sajmu knjiga i došli su ljudi iz štampe, pa smo pozvani vamo, pa tamo i odjednom smo imali kritike u novinama F.A.Z., Süddeutsche, Zeit. Nekako nas je ponela struja, a onda nastavite da plivate.  

Milica: Kada pogledaš unazad, da li bi ponovo sve to uradio?  

Ingo: Da, i svakom bih to preporučio. Moja deca vole da čitaju. Nisam im rekao: „Nastavite s ovim poslom!“, ali naravno da bih bio srećan kada bi mi jedno od njih dvoje reklo: „I ja želim da budem izdavač.“ Odmah bih da odbacim pitanje da li se od toga može živeti. Ni u jednom trenutku nisam mogao da živim od toga. Možda bih mogao ove godine, možda i sledeće. Ali nikada to nije bila i sada nije sigurnost. Poslednjih dvadeset godina sam iznova doživljavao da je jako teško ostvariti pretpostavku koju sam imao kao mladić, a to je da se može živeti od izdavanja knjiga. Kao student si još relativno bezbrižan, tada uglavnom sve dobro ide. Roditelji te podržavaju, možda iz zabave uložiš novac u nešto, a nekad se nešto od toga i vrati. Tada nisam nikada napravio pravu računicu. Ali u trenutku kada shvatite da uvek morate da preračunavate, kako ne biste ostali bez ičega, e onda je potreban oslonac.  

Milica: Da li imaš dodatne poslove?

Ingo: Ako posmatramo samo finansijsku stranu, moj dodatni posao je, zapravo, moj glavni posao: ja sam nastavnik. Ne bavim se time toliko dugo kao izdavaštvom. Počeo sam sa time tek kada sam shvatio da ne mogu da živim od izdavaštva. Ne mogu celog života da živim na nivou od 1.000 evra. I šta sad? Kako izdržavati porodicu? Kako živeti ovde, u četvrti Prenclauer Berg? Ne ide. Morao sam da se vratim na fakultet, jer sam imao „samo“ magistraturu i položio sam državni ispit. Od tada sam u školstvu i predajem, ali ako me pitaš za zanimanje, uvek bih odgovorio: „Izdavač sam, ali novac zarađujem tako što predajem.“

Milica: Da li misliš da je tvoje zanimanje tipično žensko ili muško ili je pol nebitan?

Ingo: Izdavači koje poznajem su, stvarno, uglavnom muškarci, pri čemu se u malim izdavačkim kućama sreće i mnogo žena koje su vlasnice izdavačkih kuća. Brita Jirgs je, na primer, poznati izdavač nezavisne izdavačke kuće iz Berlina AvivA.

Feliks: Iako je očigledno da se baviš ovim zanimanjem jer ti to prija i to radiš sa strašću, da li je bilo trenutaka kada ti je posao bio suviše stresan i svega ti je bilo previše?

Ingo: To se stalno ponavlja i za to je kriva činjenica da sam si na vrat natovario obavezu da predajem. Ali ipak, dobro je što je tako, jer posao predavača mi oduzima egzistencijalne brige koje sam ranije, naravno, imao. I imam dvoje dece. Stres, u smislu da sve morate da organizujete, uvek postoji. Ali sve se može uskladiti. Prednost posla nastavnika je što, po pravilu, posao počinjete rano, već u 7:30, i onda imate više vremena za druge stvari. Kada se knjižara otvori, na primer, oko 10 sati, ja već imam treći čas.  

Milica: Da li imaš dovoljno slobodnog vremena?

Ingo: Da, većinu slobodnog vremena ulažem u svoje izdavaštvo. Ne bavim se kajtsurfingom ili tako nečim, već se bavim knjigama. Moj hobi je, takoreći, moje zanimanje.

Feliks: Da li misliš da ti odgovara zanimanje, odnosno tvoj posao, tj. da je izgradilo tvoju ličnost, tvoj identitet?

Ingo: Da, svakako. Ali to sam tek kasnije shvatio. Kada sam imao 25-godišnjicu mature i svi smo sedeli za istim stolom, jedan stari drugar mi je rekao: „Pa da, Ingo, još kao učenik si se bavio izdavaštvom.“ Pitao sam ga: „Odakle ti to?“, a on je izvadio nekoliko novina. U 6. razredu smo pravili školske novine. Tu je bilo i ukrštenica koju smo sami pravili i karikatura i prodavali smo novine za, recimo, 10 feninga. Skroz sam zaboravio na to. Ne bih da pričam o pozivu, ali izgleda da se rano pojavilo interesovanje za izdavaštvo.  

Milica: Da li bi bio potpuno druga osoba da si izabrao drugo zanimanje?

Ingo: Ne znam. Recimo da, ako iz nekog razloga više ne bih mogao da budem izdavač, mislim da bih bio jako tužan, jer me to izuzetno ispunjava. Mislim da verovatno ne bih ni predavao da nemam svoju izdavačku kuću. Verovatno bih onda pokušao da radim za neku izdavačku kuću. Na primer, kao lektor.  

Milica: Da li misliš da si dovoljno cenjen u ovom poslu?

Ingo: Da. Godine 2018. sam dobio nagradu Kurt-Wolff za svoj rad – mnogo novca i mnogo priznanja. Ta nagrada je javno dodeljena na Sajmu knjiga u Lajpcigu. Na jednom forumu je bilo mnogo kolega i izdavač, moj prijatelj, Štefan Vajdle, držao je svečani pohvalni govor. To je bio dirljiv trenutak. Osećao sam se cenjenim. Godinama pre toga sam mislio da tu nagradu nikad neću dobiti, jer postoje mnogi koji su je zaslužili kao i ja, ako ne i više nego ja i koji duže izdaju knjige nego ja, a onda sam iznenada ipak ja dobio tu nagradu. To je stvarno veliko priznanje za moj rad.

Milica: Kakav status ima tvoje zanimanje u društvu?

Ingo: Kada pogledate moju internet stranicu, odmah će vam biti jasno da ono što ja radim zanima samo mali deo društva. Prave literarne tekstove i, pre svega, teške literarne tekstove čita i ceni samo mali broj ljudi. Tako je i sa feljtonima u dnevnim novinama F.A.Z: to je najveći, najvažniji i najuticajniji feljton u Nemačkoj, ali mislim da ni deset posto čitalaca tih novina ne čita diskusije o knjigama. Sigurno da nije ni u drugim zemljama drugačije. Ali u svakom društvu postoji mali krug ljudi koji se interesuju za takve stvari. I među tim ljudima je zanimanje izdavača veoma cenjeno, jer oni znaju da upravo izdavači odlučuju o tome šta će se naći na tržištu. Ako izdavači ne objave knjigu, nje nema. Knjige moraju i da se „prave“, moraju da se lektorišu, priređuju, reklamiraju, finansiraju, moraju da se puste na tržište, moraju da se šire i zato su potrebni izdavači. Možeš probati i sa takozvanim Self-Publishingom, ali koliko god pokušavao, to nema efekta, bar ne u Nemačkoj, bar ne danas.  

Milica:  Da li osećaš odgovornost prema autorima čija dela objavljuješ?

Ingo: Da, naravno. Neću imenovati nikoga, ali imam, na primer, autora koji je pre nekoliko godina imao zapažen uspeh, što zaslužuje pažnju u feljtonu. Njegove knjige su naišle na odličnu kritiku, gotovo su slavljene. Pre godinu dana je objavio novu knjigu i ona do danas nije primećena. U takvim situacijama jesam tužan. I osećam se odgovornim i pitam se gde sam ja pogrešio. Zovem ovog i onog i pitam: „Zar ništa ne možete da uradite?“ Kao izdavač odgovoran sam za to da autori budu vidljivi. Ja ih, naravno, mogu otkriti „za sebe“, ali ko ih zaista otkriva, kako bi postali poznati? Knjige moraju nekako da dospeju u knjižare, a to je teško. Svoje prospekte koncipiram pola godine pre objavljivanja knjige i šaljem ih knjižarama i redakcijama. Ako ne bude nikakavih porudžbina te knjige, osećam se odgovornim, a na kraju krajeva, imam ugovore sa autorima, u kojima stoji da ću preduzeti sve kako bi se knjiga proširila.  

Milica: Da li ti radiš i dizajn za knjige?

Ingo: Sve što se nalazi u knjizi, da. Korice radi jedna grafičarka. Ona je studirala dizajn knjiga. Tipografiju sam naučio „u hodu“. Da vidite moju prvu knjigu, rekli biste: „Pa to mogu i ja!“ Tada smo radili u Wordu i jednostavno smo uzimali jedan stil pisma koji je bio u okviru Word-paketa i koji bi nam se dopao. Nisam imao pojma o tipografiji. Danas me je, naravno, malo sramota zbog toga. Ali kad dvadeset godina nešto radite, u nekom trenutku shvatite šta je dobro.

Milica: To me baš zanima. Koje je tvoje omiljeno pismo?

Ingo: Sve zavisi kakvu knjigu radim. U mnogim knjigama koristim Garamond – lepo, klasično pismo, koje je razvio jedan francuski tipograf iz 16. veka, a koje još deluje moderno i koje mnogi izdavači rado koriste. Nije napadno. Čitam tekst pisan Garamondom i ne osećam da me pismo sputava. Pisma koja uvek pokazuju kako su sjajna mi smetaju. Ne mogu da se koncentrišem na tekst. U mom programu je i jedan ekspresionistički autor, Klabund, čija sam dela izdao u osam tomova.  Njegove tekstove sam svesno štampao pismom  Bodoni. To je modernije, izražajnije pismo jednog italijanskog tipografa iz 18/19. veka i, po mom mišljenju, mnogo bolje odgovara tom autoru. Pismo Futura, na primer, ne bih koristio za roman, jer ono na duže staze zamara oči, jer nema serife. Futura je za kraće tekstove, isto i za reklamne tekstove.  

Feliks: Iz razgovora smo već donekle čuli odgovor na sledeće pitanje, ali ću ga ipak postaviti još jednom, za kraj. Da li si srećan sa svojim zanimanjem? Da li bi mogao da zamisliš da radiš nešto drugo?  

Ingo: Mogu da probam da to ovako objasnim: moji učenici su mladi odrasli ljudi. Kada su neposredno pred maturom, pre bi se odlučili za neku visoku stručnu školu nego za univerzitet. To je meni potpuno stran teren, uopšte se ne razumem u to. Onda idem sa njima na ekskurzije, npr. na Visoku školu za tehniku i ekonomiju Berlin i kada u sali za predavanja slušam profesorku za građevinsko inženjerstvo, pomislim: „Sjajno! Kada bih imao 20 godina i kada bih mogao da studiram kod ove žene, možda bih se zanimao za to.“ Nije da onda imam osećaj da bih stvarno želeo da radim nešto potpuno drugačije, ali mislim, da sam iz bilo kog razloga izabrao neko drugo zanimanje, da bih bio prilagodljiv. Moram da napomenem da su se moji roditelji bavili medicinom, da u mojoj porodici nije bilo „knjiških ljudi“, ako zanemarimo činjenicu da svi u porodici vole da čitaju. Medicina me nikad nije zanimala. Bilo mi je važno, a i dalje mi je, da radim nešto što 100% mislim da je dobro. Mislim da ima nekoliko ljudi do kojih mogu da doprem svojim radom i koji isto misle da je dobro ono što izdajem, pa i ako je to u samo 1.000 primeraka. Nekada je i znatno više primeraka i onda ponovo štampam. Na primer Entoni Pauel, jedan engleski romansijer, čiji dvanaestotomni roman Ein Tanz zur Musik izdajem. Najpre sam štampao 1.000 primeraka prve knjige. Usledila je pozitivna kritika i za pola nedelje je sve bilo rasprodato. Nisam mislio da će biti tako. Mislio sam da će trebati dve, tri godine da se rasproda. Ponovo sam štampao i opet je za kratko vreme sve bilo rasprodato. U međuvremenu sam prodao 7.000 primeraka prve knjige. Drugi tom je prodat u skoro 5.000 primeraka. Ima takvih autora, za koje uopšte ne računate da će tako biti. Ali zamislite da sam mislio da će tako biti, da će se prodati 5.000 primeraka, pa da sam odmah štampao 5.000, ali da se dogodilo suprotno. Onda bih u svojoj kancelariji imao 4.800 primeraka i izgubio bih neverovatno mnogo novca. Verovatno bih bankrotirao. Ovako sam zaraadio novac, naravno, ne kao što je to slučaj sa uspešnim autorima u velikim izdavačkim kućama, koje pomno prate tržište. Ali i njima se dešava da pogreše u proceni: kupe nekog autora u Americi, štampaju 20.0000 primeraka, ulože mnogo novca u reklamu, knjige možete da pronađete svuda i pomislite: „Vau!“, ali ono što ne znate jeste da se mnogo knjiga vrati izdavačkim kućama. Mi smo obavešteni po pravilu samo o prodatom tiražu, ali ne i o broju vraćenih knjiga. Ali na kraju krajeva, kada se povuče crta, i mali i veliki izdavači moraju nešto da zarade.

Milica/Feliks: Hvala!