Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Irina, Tierärztin, Berlin


Milica: Können Sie sich bitte vorstellen?  

Irina: Ja. Ich bin Irina Wegner. Ich bin 39 Jahre alt. Und Tierärztin.  

Milica: Und wann haben Sie diese Entscheidung getroffen, dass Sie Tierärztin werden wollen?

Irina: Im Abitur würde ich sagen, also in der Abiturphase. Ich habe mich schon immer für medizinische und wissenschaftliche Themen interessiert.

Milica: Und haben Sie das allein gewählt oder haben sie sich mit jemandem beraten?

Irina: Ich habe das allein entschieden. Ich habe vorher Praktika gemacht, habe mir das mal angeschaut und dachte, das wäre was für mich. Wobei ich eigentlich in die Forschung gehen wollte. Dann habe ich mich aber doch für die praktische Tiermedizin entschieden.

Milica: Wenn Sie das noch einmal machen könnten, würden Sie das noch einmal wählen oder etwas anderes?

Irina: Ja, ich würde es nochmal wählen, aber ich würde woanders studieren und mir einen anderen Schwerpunkt wählen. Ich würde in Leipzig studieren. Ich weiß ja jetzt, was ich will. Deswegen würde ich anders an das Studium herangehen. In Deutschland lernt man im Studium in der Tiermedizin sehr viel, was man später, wenn man praktisch arbeitet, vielleicht nicht so braucht.

Milica: Und würden sie sagen, dass diese Umgebung typisch für Männer oder für Frauen ist? Oder spielt das keine Rolle?

Irina: Jetzt hier? In der Praxis oder grundsätzlich?

Milica: Also, gibt es mehr Tierärzte oder mehr Tierärztinnen?

Irina: Also aktuell seit einigen Jahren geht die Entwicklung schon dahin, dass es sehr, sehr viel mehr Frauen gibt. Der Beruf ist momentan jedenfalls nicht typisch für Männer.

Milica: Und fühlen Sie sich geschätzt in Ihrem Beruf?

Irina: Ja. (kurze Pause) Ja. Man bekommt viel Bestätigung, wenn was geklappt hat. Viel Dankbarkeit. Das macht natürlich auch Spaß und bestätigt einen.

Milica: Und welchen Status ordnet Ihrer Meinung nach die Gesellschaft Ihrem Beruf zu?

Irina: Das weiß ich nicht. Das kann ich nicht beurteilen.

Milica: Und würden Sie sagen, dass Ihre Arbeit wichtig für die Gesellschaft ist?

Irina: Nein. Das denke ich nicht. Also vielleicht nicht für die Gesellschaft insgesamt, sondern eher für die Tiere und für die Besitzer der Tiere.  

Milica: Und denken Sie, dass Tiere für die Gesellschaft wichtig sind?

Irina: Ja. Insgesamt schon. Aber wie gesagt, für jedes Individuum, für jeden Menschen. Ich glaube nicht, dass meine Arbeit jetzt speziell eine gesellschaftliche Bedeutung hat. Eine kleine vielleicht, eine kleine Bedeutung.

Milica: Und fühlen sie sich manchmal verantwortlich?

Irina: Ja. Oft, natürlich. Für die Schicksale der Tiere, und aber auch die der Menschen.

Milica: Und ist Ihre Arbeit manchmal auch traurig?

Irina: Ja. Natürlich. Das gehört auch mit dazu.

Paul: Und wie gehen Sie dann damit um? Wenn etwas passiert, das jetzt für den Besitzer oder die Besitzerin tragisch ist?

Irina: Na, ich versuche mich dann immer in die Besitzer und natürlich auch in das Tier einzufühlen. Die Tiere haben ja auch Ängste, denen kann man das noch schlechter erklären als den Besitzern. Ja, also ich versuche, mich einzufühlen. Und für mich selbst, wenn es zum Beispiel auch darum geht, ein Tier zu erlösen, dann versuche ich zu sehen, dass man dem Tier damit letztendlich hilft. Und ich mache das ja auch nur, wenn es dem Tier hilft.  

Paul: Und haben Sie manchmal auch solche Tage... Von einem Sozialarbeiter habe ich einmal gehört, dass das erste, was er macht, wenn er nach Hause geht, ist, dass er duschen geht. Um quasi alles, was auf der Arbeit passiert ist, rituell abzuwaschen.  

Irina: Nein. Das habe ich nicht. Eigentlich gar nicht. Also so schlimm ist es nicht. Dadurch, dass ich selbständig bin und dass das meine Tierarztpraxis ist, nehme ich ja auch schon mal viel mit nach Hause und bespreche das Gute und das Interessante mit meinen Kindern. Und auch das Tragische mit meinem Mann oder mit meinen Freunden. Aber Rituale habe ich nicht.

Milica: Aber ist Ihnen Ihre Arbeit manchmal zu viel?

Irina: Ja.

Milica: Also, dass Sie sagen: „Ich kann jetzt nicht mehr.“

Irina: Ja. Auf jeden Fall.

Milica: Wann zum Beispiel?

Irina: Na, also wenn man einfach zu viel arbeitet. Manchmal arbeite ich fünfzig, sechzig Stunden die Woche und habe dann keine Zeit mehr für meine Familie oder für Freunde. Das ist schon zu viel. Wenn man dann noch sehr schwierige Fälle hat oder auch nicht so nette Besitzer, dann ist das noch einmal zusätzlich schwierig. Aber das gehört dazu. Ich denke, das hat jede Berufsgruppe, solche Phasen.   

Paul: Also, das ist ja Ihre Tierarztpraxis.  

Irina: Ja.

Paul: Wie sind Sie denn dazu gekommen, Ihre eigene Praxis aufzumachen?

Irina: Das ist eine lange Geschichte. Eigentlich wollte ich nur einen Job. Und dann wurde ich gefragt, ob ich die Praxis übernehme. Das war vor fünf Jahren. Das war noch an einem anderen Standort. Und dann habe ich mich kurzerhand entschlossen mit der Unterstützung meiner Eltern, Schwiegereltern und meines Mannes. Genau.  

Milica: Würden Sie das heute noch einmal machen?

Irina: Anders. Nicht so. Nachher ist man immer schlauer. Ich würde es mehr und besser durchplanen.   

Milica: Und wie wird Ihre Arbeit finanziell honoriert? Reicht das für das Leben? Oder denken Sie, dass das ungerecht bezahlt ist?

Irina: Also, es reicht für das Leben. Viel ist es nicht. Alleine könnte ich nicht davon leben, aber ich habe meinen Mann, der verdient auch Geld. Zusammen geht es gut. Also, wir haben keine hohen Ansprüche. Deswegen geht das. Und ob es ungerecht bezahlt wird? Ja. Definitiv. In anderen Ländern wird es besser bezahlt. In vielen anderen Ländern.  

Milica: Und würden Sie sagen, dass Ihre Arbeit Ihre Identität bestimmt?

Irina: Ja. Auf jeden Fall.  

Milica: Und wenn Sie eine andere Arbeit hätten? Würden Sie dann eine andere Person geworden sein?

Irina: Ja, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich habe das jetzt noch nicht in Frage gestellt. Aber wahrscheinlich schon. Ja.  

Paul: Was haben Sie denn an persönlichen Charakterzügen durch die Arbeit besonders stark entwickelt?

Irina: Das ist interessant. Ich bin eigentlich mit dem Wunsch... (Gesprächsunterbrechung)

Milica: Fühlen Sie sich durch Ihre Arbeit erfüllt und würden Sie sagen, dass das zu Ihrer Persönlichkeit passt?

Irina: Ja.

Milica: Und was ist mit der Freizeit? Haben Sie Freizeit?

Irina: Ja, das habe ich ja schon gesagt. Das ist unterschiedlich. Aber manchmal habe ich wirklich sehr, sehr wenig Zeit für meine Familie, für meine Freunde. So richtige Hobbys habe ich auch nicht. Die Arbeit ist eigentlich schon mein Hobby.  

Milica: Und haben Sie Haustiere zu Hause?

Irina: Haben wir auch. Ja. Also mittlerweile haben wir nur noch einen Hund. Und ganz viele Fische. Aber wir hatten bis vor kurzem zwei Hunde.

Milica: Und das interessiert mich: Würden Sie sagen, dass es wirklich die Katzenpersonen und die Hundepersonen gibt? Gibt es diesen Unterschied? Oder ist das nur ein Stereotyp?

Irina: Ja, das gibt es schon. Wobei es bei mir so ist, dass ich beides sehr gern mag. Ich hatte auch einmal zwei Katzen. Ich habe nur keine Katzen mehr, weil mein ältester Sohn Asthma und Katzenhaarallergie hatte, als Kleinkind. Und da mussten wir beide Katzen weggeben. Aber wir hatten tatsächlich einmal zwei Katzen. Also, ich mag beides sehr gern.

Milica: Und machen Sie noch andere Jobs? Haben Sie Nebenjobs?

Irina: Nicht mehr. Während des Studiums noch, aber jetzt nicht mehr.

Milica: Und würden Sie sagen, dass Sie in Ihrem Beruf glücklich sind?

Irina: Ja. Im Großen und Ganzen schon. Mit dem Beruf ja, mit den ganzen Umständen und Gegebenheiten manchmal nicht so. Ich kann mir aber nichts anderes vorstellen.  

Ivana: Ich möchte noch einmal zu der Frage zurückkehren, welche Charakterzüge sich entwickelt haben, was sich da ausgebaut hat.

Irina: Darüber habe ich auch noch einmal nachgedacht. Ich wollte schon etwas mit Tieren machen. Biologie oder Forschung oder etwas in dieser Richtung. Und dann dachte ich mir, Tiermedizin, das wäre schon was, weil ich da nicht so viel mit Menschen zu tun habe. Aber mittlerweile hat es sich herausgestellt, dass es wirklich meistens die Arbeit mit Menschen ist. Also schon mit dem Tier, aber, wenn ich den Menschen nicht erreiche, dann kann ich nichts verändern. Dann kann ich schlecht etwas für das Tier tun.  Und ich glaube, das ist eine Eigenschaft, die ich früher nicht hatte. Also, da war ich eher zurückhaltend und bin nicht so aus mir herausgekommen. Das kann ich, glaube ich, jetzt ganz gut, auch weil ich dadurch Bestätigung bekomme. Wenn es gut klappt, wenn ich überzeugend sein kann. Wenn ich die Leute mitnehmen kann, denen das erklären kann. Und das macht Spaß. Früher hätte mir das nicht wirklich Spaß gemacht. Da bin ich also reingewachsen. Und wenn ich einen anderen Beruf hätte, wenn ich in die Forschung gegangen wäre, dann wäre das, glaube ich, nicht so. Also insofern hat mich das schon geprägt, dieses in der Praxis sein und mit den Menschen und mit den Tieren natürlich auch arbeiten. Aber eben über die Menschen.  

Paul: Und sind Sie hier in der Praxis die einzige Tierärztin?

Irina: Nein. Hier gibt es noch eine angestellte Tierärztin.  

Paul: Und wie ist das jetzt, wenn man selbst Chef ist?

Irina: Ich versuche vieles anders zu machen als mein Chef davor. Da habe ich viel gelernt. Also, ich leite das schon, denke ich, aber alles so auf Augenhöhe mit meinen Mitarbeitern, damit es angenehm ist.  

Ivana: Sie haben berichtet, dass Sie sich bereits in der Abiturphase für Ihren Beruf entschieden haben. Können sie sich vielleicht an einen spezifischen Moment erinnern, in dem wirklich die Entscheidung gefallen ist? Dass irgendetwas passiert ist...

Irina: Nein, das gibt es so nicht. Und wenn ich ehrlich sein darf, ich habe mich auch für Biochemie beworben. Und dann ist es wirklich der Zweitwunsch geworden, als Nachrücker. Ich hatte schon eine Lehre angefangen und dann habe ich die abgebrochen. Und dann Tiermedizin studiert. so ist das gelaufen. Also, ich habe mich schon auch bewusst für die Tiermedizin entschieden, aber es war jetzt nicht so der totale Traumberuf, sondern ich hatte so eine Idee, in welche Richtung das geht.  

Paul: Welche Lehre hatten Sie angefangen?

Irina: Als Chemielaborantin.

Ivana: Und gibt es vielleicht noch so einen besonderen Moment während der Arbeit, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist? Nachdem Sie bereits die Praxis eröffnet hatten? Es kann sowohl ein schöner, als auch ein trauriger Moment sein.

Irina: Ich glaube, so eine Tierarztpraxis hat viele kleine Projekte, dass mir jetzt ganz, ganz viele einfallen würden. Also, es gibt jetzt nicht eins... Also, das sind keine Projekte, schon klar. Aber ich nenne das immer kleine Projekte. Mein Mann arbeitet immer wochen- und monatsweise an großen Projekten, ich habe dagegen kleine Projekte. Wenn da einmal eins unerfreulich ist, ist das nicht so schlimm wie bei ihm. Deswegen nenne ich das immer kleine Projekte. Deswegen ist es schwierig, da eins rauszunehmen, das so ganz besonders war. Also, da sind viele besondere dabei.

Milica: Und wir haben auch eine Zahnärztin interviewt, und sie hat gesagt, sie hat das gewählt, weil sie dann mehr Zeit für die Kinder hat. Und würden Sie sagen, dass das auch eine Rolle gespielt hat?

Irina: Nein.

Paul: Das ist ja schon ein wenig behandelt worden, aber wo sehen Sie denn die besonderen Herausforderungen?

Irina: Im Beruf insgesamt?

Paul: In Ihrer Tätigkeit.

Irina: In meiner Tätigkeit... Ich glaube, sich das alles nicht so zu Herzen zu nehmen. Das ist eine ganz, ganz große Herausforderung. Dass man das alles nicht persönlich nimmt, sondern versucht zu verstehen. Die Leute kommen hier manchmal hin mit wirklich schwerkranken Tieren und sind dann gar nicht so, wie man sich das normalerweise vorstellt. Die stehen in einer Stresssituation und da ist es schon manchmal eine große Herausforderung, die wieder aufzufangen und zu verstehen, was wollen sie eigentlich. Das herauszufinden. Was das Tier hat, das ist eine Sache, das ist schon schwer genug, aber was wollen die Leute eigentlich. Oder wie bringe ich es ihnen bei. Ja, das ist eine große Herausforderung.

Milica/Ivana/Paul: Danke!




Irina, veterinarka, Berlin


Irina: Ja sam Irina. Imam 39 godina. Veterinar sam.

Milica: Kada ste odlučili da želite da postanete veterinar?

Irina: Oko mature, rekla bih, dakle u fazi mature. Oduvek su me zanimale medicinske i naučne teme.  

Milica: Da li ste sami to odabrali ili ste se savetovali sa nekim?

Irina: Ne, nisam uopšte. Prethodno sam imala praksu, posmatrala sam sve i pomislila da bi to bilo baš za mene. Pri čemu sam htela da se usmerim na istraživanje. Ali ipak sam se odlučila za praktičnu veterinu.  

Milica: Kada biste ponovo mogli da birate, da li biste ponovo izabrali isto ili nešto drugo?

Irina: Da, ali bih studirala negde drugde i odabrala bih drugo polje rada. Studirala bih u Lajpcigu. Sada znam šta želim. Zbog toga bih drugde upisala studije. U Nemačkoj se u veterini uči mnogo stvari koje kasnije možda u praksi i nisu potrebne. Dakle, ranije bi trebalo postaviti ciljeve interesovanja.

Milica: Da li biste rekli da je ovo okruženje tipično za žene ili muškarce? Ili pol ne igra nikakvu ulogu?

Irina: Sada, ovde? U praksi ili uopšteno?

Milica: Da li ima više veterinarki ili veterinara?

Irina: Već nekoliko godina ima mnogo, mnogo žena. Sada to nije tipično muško zanimanje.  

Milica: Da li osećate da ste cenjeni u svom poslu?

Irina: Da. Dobijate mnogo potvrda za svoj rad, kada sve bude u redu. Mnogo zahvalnosti. To je svakako zabavno i imponuje.

Milica: A kakav status društvo, po Vašem mišljenju, dodeljuje Vašem zanimanju?

Irina: To ne znam. Ne mogu da sudim o tome.  

Milica: Da li mislite da je Vaš posao važan za društvo?

Irina: Ne. Ne mislim da je važan. Zapravo, možda ne za ukupno društvo, već više za životinje i vlasnike životinja.

Milica: A da li mislite da su životinje važne za društvo?

Irina: Da. Sve u svemu, jesu. Ali, kao što sam rekla, važne su za pojedinca, za svakog čoveka posebno. Ne mislim da moje zanimanje ima poseban društveni značaj. Možda, mali, mali značaj. Ali svakako da ima.

Milica: Da li osećate nekad odgovornost?

Irina: Da. Često, naravno. Za sudbine životinja, ali i za ljude.  

Milica: A da li je Vaš posao ponekad tužan?

Irina: Da. Naravno. To je deo mog posla.


Paul: Kako se nosite sa time? Kada se dogodi nešto što je za vlasnika životinje tragično?

Irina: Pa, uvek pokušavam da saosećam sa vlasnikom i naravno sa životinjom. I životinje imaju strahove, njima ne možete da objasnite neke stvari kao vlasnicima. I, na primer, kada se neka životinja mora uspavati, pokušavam da shvatim da se na taj način pomaže toj životinji. I to se radi samo onda kada je to jedina pomoć životinji.  

Paul: Da li nekad imate onakve dane... Od jednog socijalnog radnika sam nekad čuo da je prvo što uradi kad dođe kući s posla, da ode pod tuš. Kako bi, kao, sve što se dogodilo na poslu ritualno sprao.

Irina: Ne. Nemam tako nešto. Zapravo, uopšte nemam. Nije tako loše. Nije to toliko strašno.  Pošto sam samostalna i to je moja veterinarska ordinacija, puno toga nosim kući i pričam sa svojom decom o dobrim i zanimljivim stvarima. A o tragičnim sa svojim suprugom ili sa prijateljima. Ali ne volim rituale.  

Milica: Da li Vam je nekad previše posla?

Irina: Da.

Milica: Onako, da kažete: „Ne mogu više.“

Irina: Da. Svakako.

Milica: Kada na primer?

Irina: Kada jednostavno previše radim. Ponekad radim pedeset, šezdeset sati nedeljno i nemam vremena za porodicu ili prijatelje. Onda je previše. Kada pri tome imate teške slučajeve ili ne baš ljubazne vlasnike životinja, onda je to dodatno teško. Ali to je deo posla. Mislim da u svakom poslu postoje takve faze.

Paul: Dakle, to je Vaša veterinarska ordinacija.

Irina: Da.

Paul: Kako je došlo do toga da otvorite svoju ordinaciju?

Irina: To je duga priča. Najpre sam samo htela da imam posao. A onda mi je postavljeno pitanje da li bih preuzela ordinaciju. To je bilo pre pet godina. Bilo je to na drugoj lokaciji. I onda sam brzo odlučila, uz pomoć mojih roditelja, roditelja moga supruga i moga supruga. Da, tako je bilo.

Milica: Da li biste i danas isto postupili?

Irina: Ne bih. Drugačije bih. Kasnije je čovek uvek pametniji. Sad bih bolje i više planirala.  

Milica: Kako je Vaše zanimanje plaćeno? Da li je dovoljno za život? Ili smatrate da je nedovoljno plaćeno?

Irina: Dovoljno je za život. Nije mnogo. Sama ne bih mogla da živim od toga, ali imam supruga koji isto zarađuje. Zajedno nam dobro ide. I nemamo velike prohteve. Zato funkcioniše. A da li je nedovoljno plaćeno? Da. Sigurno. U drugim zemljama se bolje plaća. U mnogim drugim zemljama.

Milica: Da li biste rekli da Vaše zanimanje određuje Vaš identitet?

Irina: Da. Svakako.  

Milica: A kada biste imali drugi posao? Da li biste bili druga osoba?

Irina: O tome još nikad nisam razmišljala. To još nikad nisam dovodila u pitanje. Ali verovatno bih. Da.

Paul: Koje karakterne osobine ste razvili baveći se ovim poslom?

Irina: To je zanimljivo. Zapravo imam želju...  (prekinut razgovor)

Milica: Da li Vas posao ispunjava i da li mislite da odgovara Vašoj ličnosti?

Irina: Da.

Milica: A slobodno vreme? Da li imate slobodnog vremena?

Irina: Već sam pričala o tome. Zavisi. Ali nekad imam zaista malo vremena za porodicu, za prijatelje. Prave hobije nemam. Moj posao je i moj hobi.  

Milica: Da li kod kuće imate kućne ljubimce?

Irina: Imamo. Da. Trenutno imamo samo jednog psa. I mnogo ribica. Do nedavno smo imali dva psa.  

Milica: Baš me zanima da li mislite da postoje osobe koje su za mačke i one koje su za pse? Da li postoji ta razlika? Ili je to samo stereotip?

Irina: Da, postoji to. Ali ja volim i pse i mačke. Pre sam imala dve mačke. Sada nemam više mačke, jer je moj najstariji sin kao dete imao asmu i alergiju na mačiju dlaku. Zato smo morali da poklonimo obe mačke. Ali nekada smo imali dve mačke. Dakle, volim i pse i mačke.  

Milica: Da li se bavite još nekim poslom? Da li imate neki dodatni posao?

Irina: Ne više. Imala sam za vreme studija, ali sada ne više.  

Milica: Da li biste rekli da ste srećni sa svojim zanimanjem?

Irina: Da. Sve u svemu, jesam. Srećna sam sa svojim zanimanjem, a sa svim okolnostima i situacijama nisam ponekad. Ali ne mogu da zamislim da je drugačije.

Ivana: Htela bih da se vratimo na pitanje koje karakterne osobine ste razvili, kako ste se izgradili.

Irina: O tome sam razmišljala. Želela sam da radim nešto što ima veze sa životinjama. Biologija ili istraživanje, ili nešto u tom smeru. A onda sam pomislila, veterina, to bi moglo. Pomislila sam, tu ne bih imala mnogo posla sa ljudima. Vremenom se ispostavilo da je to uglavnom rad sa ljudima. Dakle, da, sa životinjama, ali ako ne mogu da doprem do čoveka, onda ne mogu ništa ni da uradim. I mislim da je to osobina koju nisam imala ranije. Dakle, ranije sam bila povučena i nisam bila tako otvorena. Sada to umem, mislim, zato što tako dobijam i potvrdu. Kada je sve u redu, kada sam uverljiva, kada mogu da doprem do ljudi, da im objasnim nešto. I to je zabavno. A ranije mi to ne bi bilo zabavno. Razvila sam se u tom smislu. A da se bavim drugim poslom, da sam se usmerila na istraživanje, mislim da ne bi bilo tako. U tom smislu je posao uticao na mene, vreme provedeno u ordinaciji i rad sa ljudima i, naravno, sa životinjama. Ali pre svega sa ljudima.  

Paul: Da li ste u ordinaciji jedini veterinar?

Irina: Ne. Imamo još jednu veterinarku.

Paul: Kako je kada ste sami sebi šef?

Irina: Trudim se da mnogo stvari uradim drugačije nego moj prethodni šef. Mnogo sam naučila od njega. Dakle, ja vodim ordinaciju, odlučujem, ali nekako sam jednaka sa svojim saradnicima, tako je prijatnije.  

Ivana: Rekli ste da ste se već oko mature odlučili za svoje zanimanje. Da li možete da se setite nekog određenog trenutka kada ste zaista doneli odluku? Da li se desilo nešto posebno...?

Irina: Ne, nije bilo ništa posebno. Da budem iskrena, prijavila sam se i za biohemiju. Kasnije sa, zapravo, upisala ovo što mi je bilo drugo na listi želja. Počela sam sa studijama i onda sam ih prekinula. A potom sam studirala veterinu. Tako je bilo. Dakle, jesam se odlučila za veterinu, ali to mi i nije bio posao iz snova, već sam imala ideju u kom smeru bi trebalo da idem.  

Paul: Koje studije ste započeli?

Irina: Za hemijsku laborantkinju.

Ivana: Da li postoji neki poseban trenutak u Vašem poslu koji Vam je ostao u sećanju? Nakon što ste otvorili svoju ordinaciju? Može biti i neki lep, a i tužan momenat.  

Irina: Mislim da mala klinika ima mnogo malih projekata od kojih bi mi sada mnogi pali na pamet. Ne postoji samo jedan trenutak...  Zapravo, to nisu projekti, jasno. Ali ja to uvek zovem malim projektima. Moj suprug uvek radi sedmicama i mesecima na velikim projektima, a ja nemam projekte. Ako je u mom poslu neki „projekat“ neprijatan, to nije tako strašno kao u njegovom poslu. Zato ih uvek nazivam malim projektima. I zato je teško odabrati jedan koji je po nečemu bio poseban. Postoji mnogo posebnih projekata.  

Milica: Intervjuisali smo zubarku koja je rekla da je odabrala to zanimanje jer tako ima više vremena za decu. Šta mislite da li je i to igralo ulogu kod Vas?

Irina: Ne.

Paul: Već smo se toga dotakli, ali još jednom: u čemu vidite posebne izazove?

Irina: Mislite u celokupnom zanimanju?

Paul: U Vašem poslu.

Irina: U mom poslu... Mislim da bi to bilo ne uzimati sve previše k srcu. To je jedan veliki, veliki izazov. Da ne doživljavate sve lično, već da pokušate da razumete. Ljudi nekad dolaze sa veoma bolesnim životinjama i nisu onakvi kakve biste ih normalno zamislili. Nalaze se u stresnoj situaciji i nekad je to veliki izazov, da ih prihvatite i razumete, ono šta zapravo žele. Da to otkrijete. Ono što je sa životinjom, to je jedna stvar, to je već samo po sebi teško, ali šta ljudi zapravo žele. Ili kako da im objasnim neke stvari. Da, to je stvarno veliki izazov.

Milica/Ivana/Paul: Hvala!