Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Joise, Fitnesstrainerin und Gründerin von Yogabells™ Berlin


Lisa: Wann ist bei dir die Entscheidung gefallen, dass du das machst, was du jetzt machst?

Joise: Vor 13 Jahren hatte ich die Möglichkeit an die Uni in Brasilien zu gehen. Ich wollte eigentlich Ärztin werden. Ich habe mit Freunden geredet und sie haben gesagt: „Joise, du machst so viele körperliche Aktivitäten und deine Massagen sind toll! Warum machst du nicht Physiotherapie bzw. eine Arbeit, die den Körper mit Psychologie verbindet?“ Daraufhin habe ich mich entschieden, Physiotherapeutin zu werden. Ich habe in Brasilien ein 5-jähriges universitäres Studium der Physiotherapie abgeschlossen. Seit 2011 lebe ich in Berlin und arbeite als Personaltrainerin, Yogalehrerin, Masseuse und Yogabells™ Lehrerin für Privatkunden und Gruppen.

Während meines Studiums der Physiotherapie habe ich auch sehr viel Yoga praktiziert und mich in den Bereichen Anatomie und Biomechanik weitergebildet. Ich war begeistert, was alles mit und in unserem Körper passiert, wenn wir immer mehr Sport machen. Ich habe mich in Yoga verliebt und habe meine Yoga-Ausbildung mit meinem Studium der Physiotherapie verbunden. Das war 2011.

Lisa: Würdest du jederzeit diesen Beruf wiederergreifen?

Joise: Hier in Berlin arbeite ich eigentlich nicht als Physiotherapeutin, denn ich habe noch eine Ausbildung zur Personaltrainerin und Ernährungsberaterin für Sport gemacht, und alles, was ich jetzt mache, ist eine Kombination der ganzen Kenntnisse, die ich habe – Physiotherapie, Pilates und Yoga Lehrerin, Personaltraining, Ernährungsberatung für Sport. Dazu biete ich auch Massagen an, um den Körper nach dem Training richtig zu entspannen… Zudem habe ich auch immer getanzt und mache seit 26 Jahren Capoeira. Ich bin glücklich und zufrieden und kann nichts anderes dazu sagen.

Lisa: Du würdest also immer wieder in die Richtung „Sport“ gehen und dich damit beschäftigen?

Joise: Ja genau.

Lisa: Schätzt du deinen Beruf und die Umgebung, in der du arbeitest? Was ist dein Eindruck, ist es eine Umgebung, in der viele Männer oder viele Frauen arbeiten? Gibt es da ein Ungleichgewicht, oder schätzt du das als relativ ausgeglichen ein?

Joise: Ich denke, dass wir heutzutage in diesem Bereich alle gleich sind. Wir Frauen haben unseren Platz in einem Bereich erobert, in dem lange Zeit nur Männer "in der Lage waren", Leistungen zu erbringen. Im sportlichen Umfeld gibt es immer noch einige Probleme, wie zum Beispiel im Fußball, dass, zumindest in Brasilien, nur Männer Trainer oder Physiotherapeuten von Sportlern sind. Ich habe zum Beispiel leider schon öfters solche Kommentare gehört, dass Sportler sich zu schnell auf etwas einlassen würden, wenn ihre Trainer oder Physios weiblich wären. Ich finde das typisch männerdominiert und denke, dass es an mangelndem Engagement und Professionalität liegt. Ich hoffe, dass es nicht so bleibt. Es zählt unsere Arbeit, unser Wissen und unsere Performance in dem, was wir machen, also wie gut wir innerhalb unserer Disziplin sind, egal ob Mann oder Frau.

Lisa: Fühlst du dich in dem Beruf geschätzt und anerkannt?

Joise: Ich glaube alle meine Kunden oder Schüler, die ich habe, sind sehr begeistert. Es gibt nur selten solche, die sagen, dass sie es nicht mögen und wem es nicht gefällt, was selten passiert, den versuche ich an jemanden zu vermitteln, der oder die passt. Ich versuche immer eine Möglichkeit zu finden via Sport, der Physiotherapie oder einer anderen Richtung an eine Kollegin zu vermitteln. Hauptsache ist, dass der Person geholfen wird und ihre Lebensqualität wieder gesteigert wird. Das hängt aber immer von der jeweiligen Situation ab.

Lisa: Fühlst du dich von deiner Arbeit überfordert oder unterfordert? Ist dir manchmal alles zu viel, oder ist es manchmal eintönig und langweilig?

Joise: Langweilig ist es nicht. Es ist super mit Menschen zu arbeiten und mit ihnen Sport zu machen. Die Leute haben ihre Ziele und Wünsche und ich bin immer sehr aufmerksam und will mit ihnen positive Ergebnisse erreichen. Deshalb bin ich ein böser Coach und sage: „Du musst das essen und das so machen mit dem Trainings Programm.“ Wahrscheinlich erreichen alle ein bisschen ihr gewolltes Ziel. Was ich tagtäglich mache ist eigentlich nicht zu viel. Ich arbeite den Tag aber oft durch und bin dann auch manchmal kaputt, komplett durch und müde. Ich trainiere jeden Tag, mache meine Yogaübungen mindesten fünfmal pro Woche, meditiere fast jeden Tag und ich halte mich an eine Ernährung, die ich Wurzelernährung nenne, die auf wenig auf der industrialisierten und mehr auf der echten Nahrung basiert, die den Stoffwechsel reguliert. So wird das Hormonsystem besser reguliert und der Körper wird gesünder und stärker. Obwohl ich manchmal kaputt bin, pflege ich sehr meine sozialen Kontakte. Ich bin meistens sehr zufrieden, fit und treffe mich trotz allem mit meinen Freunden nach dem Feierabend. Ich mag die Verbindung zwischen meiner Arbeit und meiner freien Zeit sehr.

Lisa: Wie fühlst du dich finanziell honoriert, für das, was du leistest?

Joise: Das ist schwierig zu sagen. Manchmal ist es super und manchmal ist es okay. Ich bleibe aber immer dran. Wenn man selbständig ist, muss man viel Disziplin haben und aktiv bleiben. Ich mache meine Werbung und versuche Empfehlungen zu bekommen, aber reich werden, glaube ich, werde ich nie dadurch werden. Ein gutes Leben habe ich aber schon, besonders in Berlin, aber, hey, es kann auch immer besser sein.

Lisa: Passt deine Arbeit zu deiner Persönlichkeit bzw. zu dir, wie du bist?

Joise: Ja, ich habe Glück gehabt. Viele Leute arbeiten in Berufen, die sie nicht mögen. Sie machen es nur für das Geld oder weil sie es müssen, aber ich mache wirklich das, was ich mag. Ich liebe es. Durch diese Leidenschaft für meine Arbeit habe ich Yogabells™ entwickeln, eine Sporttechnik, die ich mit dem Ziel geschaffen habe, einen stärkeren Körper zu bekommen, der gleichzeitig flexibel ist und den alltäglichen Stress bewältigt. Eine Technik, die gleichzeitig Körper und Geist beeinflusst. Es handelt sich dabei um sich wiederholende Yoga-Bewegungen (Asanas) und das Heben von Kettlebell-Gewichten. Es ist eine Verbindung von Yoga, Fitness, Beweglichkeit und dem funktionellen Training.

Lisa: Wie ist bei dir das Verhältnis von Arbeit und Freizeit?

Joise: Ich habe jeden Tag Arbeit und Freizeit. Wenn ich angestellt wäre, hätte ich vielleicht weniger Freizeit. Meine Freizeit ist mir aber sehr wichtig und bis jetzt kann ich es gut kombinieren.

Lisa: Machst du noch irgendetwas anderes, außer dem Job, den du hier machst? Hast du noch einen Nebenjob oder eine andere finanzielle Stütze?

Joise: Ich bin Personaltrainings, Yogabells™ Trainerin, Yoga und Pilates Lehrerin, Massagetherapeutin und Sport-Ernährungsberaterin. Ich habe viele Berufe in einem und bis jetzt ist das alles, was ich anbiete.

Lisa: Bist du glücklich mit dem, was du machst?

Joise: Total.

Lisa: Vielen Dank!


Džoze, instruktorka fitnesa i osnivač Yogabells™, Berlin  


Lisa: Kada je kod tebe pala odluka da se baviš time čime se sada baviš?

Džoze: Pre 13 godina pružila mi se mogućnost da studiram na univerzitetu u Brazilu. Zapravo sam htela da postanem lekar. Razgovarala sam sa prijateljima i oni su rekli: „Džoze, toliko si fizički aktivna i tvoje masaže su sjajne! Što ne upišeš fizioterapiju odnosno nešto što povezuje rad sa telom sa psihologijom?“. Onda sam odlučila da postanem fizioterapeut. Apsolvirala sam univerzitetske studije fizioterapije u Brazilu koje su trajale pet godina. Od 2011. živim u Berlinu i radim kao lični trener, učitelj joge, maser i učitelj Yogabellsa™ za privatne klijente i grupe.  Za vreme studija fizioterapije mnogo sam praktikovala jogu i usavršavala svoje znanje iz područja anatomije i biomehanike. Bila sam oduševljena time šta se sve dešava u našem telu kada se sve više bavimo sportom. Zaljubila sam se u jogu i povezala školovanje u jogi sa studijama fizioterapije. To je bilo 2011.

Lisa: Da li bi se opet odlučila za taj posao?  

Džoze: Ovde u Berlinu zapravo i ne radim kao fizioterapeut, jer sam dodatno završila školovanje za ličnog trenera i savetnika za ishranu i sport, a sve što sada radim je zapravo kombinacija svog znanja koje imam – fizioterapija, pilates, učiteljica joge, lični trener, sportski savetnik za ishranu. Uz to nudim masaže, kako bi telo posle treninga mogao da se pošteno opusti… Osim toga sam oduvek plesala i 26 godina se bavim kapuerom. Srećna sam i zadovoljna, ne mogu da kažem drugačije.

Lisa: Dakle, opet bi pošla u pravac sporta i bavila se time?  

Džoze: Da, tako je.

Lisa: Da li ceniš svoje zanimanje i okolinu u kojoj radiš? Kakav je tvoj utisak, da li je to okolina u kojoj radi mnogo muškaraca ili žena? Da li u vezi sa tim postoji relativna ravnoteža ili pak ne?  

Džoze: Mislim da smo danas svi u ovom području jednaki. Mi žene osvojile smo svoje mesto u jednoj okolini u kojoj su dugo samo muškarci „bili u stanju“ da nešto postižu. U sportskom okruženju još postoji nekoliko problema, na primer u fudbalu, gde su, bar u Brazilu, samo muškarci treneri ili fizioterapeuti za sportiste. Na primer, ja sam se, nažalost, naslušala komentara u kojima se tvrdi da bi se sportisti prebrzo upuštali u nešto ako im je trener ili fizioterapeuta žena. Mislim da je to tipičan dominantno muški stav i da je problem u nedostatku angažmana i profesionalnosti. Nadam se da neće tako ostati. Bitni su naš rad, naše znanje i naš performans u onome što radimo, dakle koliko smo dobri u svom poslu, bez obzira na to da li smo muškarac ili žena.

Lisa: Da li se osećaš cenjeno i prihvaćena u svom zanimanju?  

Džoze: Mislim da su svi moji klijenti i učenici koje imam oduševljeni. Redak je slučaj da neko kaže da mu se ne sviđa, a ako to neko kaže, onda pokušavam da ga uputim na nekog koji ili koja mu bolje paše. Uvek pokušavam da nađem mogućnost da kroz sport, fizioterapiju ili neki drugi smer upućujem na drugu koleginicu. Glavno je da se osobi pomogne da poboljša kvalitet svog života. To uvek zavisi od date situacije.

Lisa: Da li imaš osećaj da je tvoj posao previše ili premalo zahtevan? Da li ti je ponekad previše ili pak ponekad monotono i dosadno?

Džoze: Dosadno nije. Sjajno je raditi sa ljudima kroz sport. Ljudi imaju svoje ciljeve i želje, a ja sam uvek pažljiva i glavni interes mi je da postignemo dobre rezultate, zato znam ponekad da budem i grub trener, pa kažem: „Moraš ovo da jedeš i da to radiš ovako sa ovim programom“. Verovatno svi postižu bar deo onog cilja koji su sebi postavili. Sve što svakodnevno radim zapravo nije previše. Ali često radim ceo dan bez pauze, pa sam ponekad mrtva, potpuno iscrpljena i umorna. A treniram svaki dan, vežbam svoju joga-praksu, najmanje pet puta sedmično, meditiram skoro svaki dan i držim se ishrane koju zovem ishrana korena, koja se zasniva na vrlo malo industrijski prouzvedene hrane i više prave hrane koja reguliše metabolizam. Tako se bolje reguliše endokrini sistem i telo postane zdravije i jače. Iako sam ponekad skroz mrtva-umorna, negujem svoje socijalne kontakte. Uglavnom sam veoma zadovoljna, fit, pa se ipak nalazim sa prijateljima posle kraja radnog vremena. Volim vezu između svog rada i slobodnog vremena.

Lisa: Kako si zadovoljna  odnosom tvojih primanja i tvog rada?

Džoze: To je teško reći. Ponekad je skroz dobro, ponekad je ok. A uvek držim korak. Kad si samostalan, moraš biti vrlo disciplinovan i ostati aktivan. Reklamiram se i trudim se da dobijem preporuke, a da se ovim poslom obogatim, to se, mislim, nikada neće desiti. Vodim dobar život, pogotovo u Berlinu, ali, hej, uvek može biti bolje. 

Lisa: Da li tvoj posao odgovara tvojoj ličnosti, odnosno tebi kakva si?  

Džoze: Da, imala sam sreću. Mnogo ljudi se bavi nečim što ne vole. Bave se time samo zbog novca ili zato što moraju, ali ja stvarno radim ono što volim. Volim to. Ovom strašću za moj posao mogla sam da razvijam Yogabells™, sportsku tehniku, koju sam stvorila da bih dobila jače telo koje je istovremeno fleksibilno i u stanju da svlada svakodnevni stres. To je tehnika koja istovremeno utiče i na telo i na um. Radi se o pokretima iz joge (Asanas) koji se ponavljaju i o podizanju ketlbela (bučica). To je spoj joge, fitnesa, pokreta i funkcionalnog treninga.

Lisa: Kakav je u tvom slučaju odnos između posla i slobodnog vremena?  

Džoze: Svaki dan imam i posla i slobodnog vremena. Da sam negde zaposlena, imala bih manje slobodnog vremena. A slobodno vreme mi je vrlo bitno i do sada dobro uspevam da to kombinujem.

Lisa: Da li se baviš još nečim, osim posla koji ovde radiš? Da li imaš neki dodatni posao ili neku drugu finansijsku podršku?

Džoze: Ja sam lični trener, trener Yogabells-a™, trener joge i pilatesa, terapeutski maser i sportski savetnik za ishranu. Imam mnogo zanimanja u jednom, a do sada je to sve što nudim.

Lisa: Da li si srećna ovim što radiš?

Džoze: Potpuno.  

Lisa: Hvala puno!