Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Corinna, Bibliothekarin, Berlin

Lisa: Wie ist es dazu gekommen, dass du hier in der Bibliothek arbeitest? Wann hast du so ungefähr deine Entscheidung getroffen bzw. gab es eine bewusste Entscheidung, Bibliothekarin zu werden und hier zu arbeiten?

Corinna: Es sind zwei Sachen. Zum einen war ich selbst in einer Kinderbibliothek jede Woche und habe dann später dort Lesungen für andere Kinder gemacht. Da gab es einen Lesekreis und im Lesekreis haben wir Bücher vorgestellt. Aber nicht in Berlin, ich komme nicht aus Berlin. Und die Entscheidung zu dem Beruf ist bei mir eigentlich gar nicht gefallen, weil ich nicht wusste, was ich werden will. Den Tipp hat mir eigentlich meine Mutter gegeben: „Du bist doch so buchaffin und du bist schon jede Woche dort und wäre es nicht ein Beruf für dich?“ Dadurch habe ich mich dann eigentlich als Facharbeiter beworben und habe auch, zwar nicht in der Stadt, wo ich groß geworden bin, aber in der Nebenstadt sozusagen angefangen als Lehrling für 2 Jahre und als ich fertig war, habe ich dort noch ein Jahr gearbeitet, und dann habe ich mich für ein Studium beworben. Zu DDR- Zeiten bin ich in Thüringen groß geworden, und zu DDR-Zeiten war es so, dass man sich von dem Betrieb oder der Einrichtung hat delegieren lassen müssen. Das hieß aber, man hätte auch wieder dorthin zurückgemusst, und das wollte ich nicht. Ich wollte immer schon irgendwo anders hin und am liebsten in eine große Stadt. Das Studium war in Leipzig. Das war eine Fachhochschule für Bibliotheken und Buchhändler. Das Studium dauerte zwei Jahre, und das dritte Jahr war schon ein Praktikum, und dann habe ich mich nach Berlin beworben. Damals war das noch eine Kinderbibliothek, aber die gibt es nicht mehr in Berlin Mitte. Diese hier ist die einzige, die übriggeblieben ist. Wir hatten mal mindestens 8 Häuser und die sind alle nach der Wende zusammengeschrumpft zu einer Bibliothek, die Bestände teilweise auch. Dadurch bin ich sozusagen 1996 hier in das Haus gekommen. Ich habe mich hier beworben in der EDV- Abteilung. Das war damals etwas Neues. Es gab nicht so viel mit Computern und ich habe dann hier im Haus ein Computerzentrum mitaufgebaut, als erste Bibliothek mit Internetplätzen, und das war sozusagen meine neue Berufung.

Lisa: Würdest du sagen, dass diese Berufung für dich persönlich richtig war?

Corinna: Ja, doch. Von dem Beruf her würde ich es immer wieder sagen. Erstens mit Menschen zu kommunizieren ₋ man hat zwar die Büroarbeit, man hat aber eben, wenn man Dienst hat, immer auch was ganz Anderes. Das ist so ein Ausgleich.

Lisa: Würdest du es tatsächlich nochmal ergreifen?

Corinna: Das Berufsbild hat sich heutzutage komplett geändert. Man hat nicht nur mit Büchern zu tun. Man hat angefangen mit Büchern, Schallplatten, konventionellen Spielen und Kassetten, mit Ausleihe, mit Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Je nachdem, was man in der kleinen Bibliothek hatte, hat man alles gemacht, wie z. B. man hat Plattenspieler repariert und Schreibmaschinen repariert. Heute ist das ja alles nicht mehr so. Das war aber so ein bisschen, was ich immer in der Bibliothek gemacht habe und das habe ich gerne gemacht. So ein bisschen handwerklich und deswegen bin ich auch in der EDV. Die ersten Rechner musste man auch oft auseinandernehmen. So ein bisschen Handwerk liegt mir auch. Auf der anderen Seite war ich immer eine Leseratte. Ich lese jetzt nicht mehr so viel wie früher, aber ich lese immer noch gerne. Man muss es nicht beruflich machen, man kann auch so lesen. Dafür muss man nicht den Beruf haben, aber man gibt es auch gerne weiter. Natürlich hat sich das Berufsbild durch die neue Mediengesellschaft total verändert. Es ist einfach vielfältiger geworden und, ob ich den Beruf immer noch machen würde, weiß ich nicht. Wenn ich jetzt in dem Alter wäre, würde ich wahrscheinlich Schäferin werden. Da hat man natürlich keine Kommunikation mehr und ich glaube, das würde mir dann doch fehlen. Und wenn ich Imkerin wäre, würde ich nur mit Bienen zu tun haben. Das wäre auch einseitig, aber eigentlich bin ich ein absoluter Naturmensch. Dann ist das schon gut irgendwie mit Menschen zu tun zu haben. Ich wäre nie ein Mensch, der irgendwo im Bezirksamt im Rathaus nur am Schreibtisch sitzen könnte. Ich brauche schon die Kommunikation und als Lehrer oder Kindergärtner ₋ das wäre mir dann doch zu viel.

Lisa: Weil du meintest, dass du gerne in eine große Stadt wolltest, würdest du aus dem heutigen Standpunkt aus gesehen, jetzt aus der großen Stadt raus wollen?

Corinna: Ich liebe Berlin und es würde mir im Moment noch schwerfallen, in eine andere

Stadt zu ziehen. In Deutschland selbst, glaube ich, würde ich immer noch Berlin bevorzugen, sonst wäre ich, glaube ich, nicht mehr in Deutschland.

Maja: Wie reagiert die Gesellschaft, wenn du sagst, was du von Beruf bist?

Corinna: Wenn man sagt, was man von Beruf ist, ist immer noch in den Köpfen: „Ach, ein Lesewurm oder eine Bücherratte oder was, das muss man studieren“. Das habe ich ganz oft gehört. Heutzutage weiß ich nicht mehr, aber am Anfang war es so, wenn man von seinem Beruf erzählt hat, dass es immer so hieß: „Was, das muss man studieren?“ Ich sage dann, dass es nicht nur um Bücher geht. Man muss auch die Informationen bereitstellen, man muss auch den Kunden und Benutzern helfen können. Viele Sachen sind ja nicht nur, dass man weiß, das könnte in diesem Buch oder in in jenem Buch stehen. Man kennt ja nicht alle Bücher, wo etwas steht. Wenn ein Leser kam mit einer ganz bestimmten Gedichtzeile und wollte sie für irgendwas, z. B. zu einer Lesung, haben und wusste nicht mehr, woher es kommt, hätte ich damals wahrscheinlich 5 oder 6 Gedichtbände durchgeguckt und hätte halbwegs überlegt, ob das vor 1900 entstand oder schon etwas Modernes ist. Natürlich war so eine Recherche viel viel langwieriger. Heute gebe ich die Zeile in eine Suchdatenbank ein. Ich bin dann auch so, ich will das wissen und mache dann bis zum Schluss, bis ich es gefunden habe. Das Schöne dabei ist, dass dann ein glücklicher Leser vor einem steht und sagt „Toll!“. Oder die haben eine ganz bestimmte Musikzeile gehabt. Heute kann man das natürlich in sein Handy reinsingen und dann weiß man, von wem es ist, aber das war ja vor zehn bis fünfzehn Jahren nicht unbedingt so. Dann hat man eben recherchiert und vielleicht auch noch die CD-Signatur dazu gefunden und dann hat man einen glücklichen Leser oder Benutzer. Das macht doch Spaß.

Maja: Und fühlst du dich geschätzt?

Corinna: Innerhalb des Hauses denke ich schon. Innerhalb der Gesellschaft weiß ich nicht, ob

Bibliotheken so sehr bei den Menschen im Kopf sind.

Anđela: Und hier am Arbeitsplatz?

Corinna: Hier am Arbeitsplatz, ja, doch.

Lisa: Fühlst du dich manchmal unterfordert in deinem Beruf?

Corinna: Es wäre gelogen, wenn jemand sagt, er hat den absoluten Ausgleich und dass alles super ist. Dadurch, dass sich das Berufsbild bei uns irre geändert hat. Ich denke, das geht in vielen Berufen so. Manche Berufe sind einfach ausgestorben. Wir sind wahrscheinlich auch ein Dinosaurier-Beruf. Wenn man das Wort Bibliothekar ₋ oder Bibliotheken ₋ bei Google mit Bildsuche eingibt, sieht man eigentlich nur Bücherregale und heutzutage ist das eigentlich etwas komplett Anderes. Jetzt habe ich auch den Faden verloren, wegen der Frage ...

Lisa: Unterfordert?

Corinna: Nein, eigentlich nicht. Ich fühle mich nicht unterfordert. Es gibt immer wieder neue

Aufgaben und wir versuchen, dass wir immer etwas Neues in den Bibliotheken integrieren, wie z. B. jetzt Makerspace wo Räume geschaffen werden, wo sich Menschen treffen, wo sie zusammen 3D-Drucker ausprobieren, Ersatzteile nachformen, oder Nähwerkstatt oder T-Shirt-Werkstatt oder Workshops ₋ das ist etwas komplett Anderes, wo Menschen zusammenkommen. Ich fühle mich nicht unterfordert. Ich denke, dass es an jedem persönlich liegt, ob man bis zur Rente alles schleifen lässt und darauf wartet, dass man sich in den Ruhestand oder in den zweiten Lebensabschnitt begibt, oder ob man von sich aus eine Einstellung hat und sagt: „Nein, ich möchte innerhalb meines Berufes immer up to date sein oder wenigstens immer bei der Stange bleiben.“

Lisa: Fühlst du dich dann manchmal im Beruf überfordert?

Corinna: Überfordert fühle ich mich eigentlich nicht.

Maja: Was ist mit der Freizeit? Hast du genug Freizeit?

Corinna: Ja, also, ja doch. Normalerweise arbeitet man als Angestellter in Berlin 39,5 Stunden. Als Beamter arbeitet man 40 Stunden. Das bin ich ja nicht und ich arbeite 37 Stunden d. h.  ein bisschen verkürzt. Ich habe auch viele Hobbys, die nicht unbedingt etwas mit Büchern zu tun haben. Ich spiele gern bestimmte Instrumente. Unser Schlafarbeitszimmer ist eigentlich kein Schlafzimmer mehr, sondern wir haben ein Hochbett, rechts und links sind Regale voller Bücher und in der Mitte stehen überall Instrumente. Das ist meine Freizeit, dass ich immer etwas Neues ausprobiere. Eigentlich bin ich Perkussionist. Ich habe jahrelang im Frauenmusikzentrum Percussion gespielt und habe mir immer neue Instrumente dazugekauft. Das nervt manchmal die Familie, weil ich keine leisen Instrumente habe. Das ist trotzdem für mich der Ausgleich, den ich brauche.

Lisa: Normalerweise ist es umgekehrt, dass die Kinder zu den Eltern kommen und irgendwelche Instrumente haben wollen und Musik machen und dann die Eltern total nerven.

Corinna: Meine Tochter hat Klavier gelernt und sie ist so begabt, dass sie auch, wenn sie ein neues Instrument lernt, es viel schneller lernt als ich, weil ich alles nach Gehör spiele, wie ein Roma. Das ist ein bisschen Tradition in unserer Familie. Wir sind relativ künstlerisch. Meine Mutter war Lehrerin und hat viel gemalt. Meine Oma war Bäuerin und hat auch viel gemalt. Meine Uroma war auch Bäuerin und ist noch mit der Kiepe in die nächste Stadt in die Leihbücherei gegangen. Das sind die Fassetten, die sich immer wiederholen. Musik ist einfach für mich der Ausgleich.

Anđela: Würdest du sagen, dass deine Identität mehr von dem Beruf oder von den Hobbys bestimmt wird? Was beeinflusst mehr deine Identität?

Corinna: In meiner Freizeit würde ich nicht unbedingt über meine Arbeit reden. Sie gehört natürlich zu meinem Leben und ist auch wichtig. Wenn ich nicht den Beruf gerne machen würde, dann glaube ich, wäre ich auch nicht mehr in dem Beruf. Ich bin kein Mensch, der das bis zum Ende durchzieht, nur, weil er Geld kriegt. Das wäre für mich auf keinen Fall ein Lebensweg. Die Musik mache ich nicht immer. Ich bin in keiner Band oder so. Das ist nur für mich oder für Freunde und deswegen denke ich schon, dass es immer ein Ausgleich ist.  Also, beides.

Maja: Verdienst du genug?

Corinna: In Berlin verdient man nie genug. Innerhalb Deutschlands ist Berlin ziemlich weit unten. In den anderen Bundesländern verdient man in dem Beruf bedeutend mehr, aber das wäre für mich kein Grund, woanders hinzugehen. Noch nicht.

Maja: Hast du vielleicht Nebenjobs?

Corinna: Ich hatte mal einen Nebenjob, weil meine damalige Lebenspartnerin eine Gaststätte hatte, mit Allergiekost. Ich habe hier voll gearbeitet und das dort nebenbei gemacht. Das war aber nur zwei Jahre. Also, ich habe keinen Nebenjob.

Lisa: Dann kommen wir eigentlich jetzt zur letzten Frage. Bist du glücklich in dem Job und dem, was du machst?

Corinna: Ich sage mal zu achtzig Prozent in meiner Berufslaufbahn bin ich glücklich. Es gibt immer wieder Punkte, wo man sagt, nicht unter den Bedingungen, wenn einfach jemandem etwas aufgedrückt wird. Da bin ich nicht der Mensch, der immer die Klappe hält. Ich sage eigentlich dann auch meine Meinung und das ist dann vielleicht manchmal auch nicht so fein. Ja, wie soll ich das sagen: Man denkt immer, nur, weil man in der DDR groß geworden ist, ist man ein Duckmäuser gewesen, und das stimmt überhaupt nicht. Man hat sogar eher das Gegenteil. Wenn wir bei uns in der Sitzung sind, bin ich eigentlich immer ein Mensch, der das, was mich bedrückt, auch gleich rauslässt. Und deswegen würde ich sagen: Nicht zu hundert, aber zu achtzig Prozent ja.

Anđela: Hattest du deswegen Probleme?

Corinna: Also mit unserem damaligen Chef, der fand das immer ein bisschen anstrengend, aber er fand es auch positiv, weil er uns damit auch immer rausgelockt hat. Er wollte das eigentlich auch hören. Wir hatten einen Chef nach der Wende, der aus der Amerikagedenkbibliothek kam. Er hat hier unheimlich viel zum Positiven verändert. Er hat natürlich auch manchmal einfach rollende Steine festgetreten, wo es nicht so einfach war.  Auf der anderen Seite, wenn jemand eine Gegenmeinung hatte, dann hatte er die nicht einfach unter den Teppich gekehrt. Er hat das dann auch provoziert und dadurch denke ich, dass man ja auch weiterkommt und dass man damit auch was bewirken kann. Das fand ich damals, im Nachhinein, sehr sehr positiv. Heutzutage denke ich, dass von der politischen Seite, die immer wieder die ganzen Wechsel in den Bezirksämtern machen ₋ die Grünen, SPD … da wird so viel Politik in den Ämtern gemacht, dass das immer auch nach unten wegbricht und manchmal auch nicht positiv für die Mitarbeiter und die Bibliotheken ist. Hier im Haus und überhaupt in Berlin in den Bezirksämtern sind wir absolut überaltert. Wir haben zwei Lehrlinge, also Azubis. Aber, wenn sie gut sind, sind sie noch ein Jahr da und danach müssen sie sich einen anderen Beruf oder ein anderes Studium suchen, weil die Leute super ausgebildet sind und es wird kaum jemand neu eingestellt. Der Pegel ist eigentlich so, dass man die Leute hält, wenn man sie schon ausbildet, und nicht einfach fünf Leute ausbildet, damit die einen Beruf haben. Das sind dann Arbeitskräfte für zwei oder drei Jahre und danach sagt man: „Seht mal weiter.“ Das ist so ein bisschen, wo ich denke, das ist nicht so schön.

Lisa/Maja/Anđela: Vielen Dank!


Korina, bibliotekarka, Berlin

 

Lisa: Kako je došlo do toga da radiš u biblioteci? Kada si otprilike donela odluku odnosno da li je ta odluka da postaneš bibliotekarka i da radiš ovde svesno donesena?

Korina: To su dve stvari. Prvo, svake sedmice sam bila u nekoj dečjoj biblioteci, pa sam tamo čitala drugoj deci. Bio je to neki čitalački krug i u okviru toga smo predstavljali knjige. Ali to nije bilo u Berlinu, nisam iz Berlina. A odluka za to zanimanje zapravo i nije pala, jer nisam ni znala šta želim da postanem. Majka mi je dala savet: „Pa, ti toliko voliš knjige i svake sedmice si tamo, šta misliš, da to možda nije zanimanje za tebe?“. Tako je došlo do toga da sam aplicirala kao stručni radnik i da sam, doduše ne u onom gradu gde sam odrastala već u susednom gradu, dve godine išla na naučnu praksu, a kada sam završila, još godinu dana sam radila tamo, te sam konkurisala za studije. Za vreme NDR-a trebalo je da te preduzeće ili institucija pošalje. A to bi značilo da posle moraš i da se tamo vratiš, što nisam htela. Oduvek sam htela da idem negde drugde, najradije u neki veliki grad. Studirala sam u Lajpcigu. To je bila visoka stručna škola za bibliotekare i knjižare. Studije su trajale dve godine, a treća godina je već bila praksa, posle sam konkurisala u Berlinu. Tada je to još bila dečja biblioteka, ali nje više nema u Berlin-Miteu. Ova ovde je jedina koja je preostala. Nekad ih je bilo osam, a nakon ponovnog ujedinjenja biblioteke su se smanjile na ovu jednu, a time delimično i zalihe. Tako sam 1996. došla u ovaj ogranak. Aplicirala sam ovde u Odsek za elektronsku obradu podataka. To je tada bilo nešto novo. Nije bilo mnogo kompjutera, a onda sam učestvovala u izgradnji kompjuterskog centra ovde u biblioteci. To je bila prva biblioteka sa radnim mestima sa pristupom internetu, pa je to, takoreći, bio moj novi poziv.

Lisa: Da li bi rekla da je taj poziv za tebe lično bio ispravan?

Korina: Da, bih. Što se zanimanja tiče, uvek bih to rekla. Prvo to da komuniciraš sa ljudima, jeste da radiš i u kancelariji, ali kada si na radnom mestu, ujedno imaš još i neke druge stvari. To je neka vrsta ravnoteže.

Lisa: Da li bi se zaista ponovo odlučila za taj posao?

Korina: Profil zanimanja se danas skroz promenio. Nemaš samo posla sa knjigama. Počeo si sa knjigama, pločama, običnima igrama i kasetama, sa pozajmljivanjem, savetovanjem i radom u javnom sektoru. S obzirom na to čega je sve bilo u maloj biblioteci, radio si sve, na primer popravljao si gramofon i pisaću mašinu. Danas to više nije tako. A to je nekako bilo to što sam uvek radila u biblioteci i rado sam to radila, onako malo zanatski. Zato sam sada u Odseku za elektronsku obradu podataka. Prvi računari si, takođe, često morao da rasklopiš. Onako malo ručnog rada mi i leži. S druge strane uvek sam volela da čitam. Danas više ne čitam toliko kao ranije, ali i dalje rado čitam. Ne moraš da se time baviš profesionalno i onako možeš da čitaš. Za to ne treba da imaš ovo zanimanje, ali rado to prenosiš dalje. Naravno da se profil ovog zanimanja potpuno promenio kroz novo medijsko okruženje. Jednostavno je postalo raznovrsnije, te da li bih se opet opredelila za ovaj posao, to ne znam. Da sam danas u tim godinama u kojima se opredeliš za poslovni pravac, verovatno bih postala pastirica. A tada nema komunikacije s ljudima, pa mislim da bi mi to ipak falilo. A da sam pčelar, imala bih samo posla sa pčelama. I to bi bilo jednostrano, ali u suštini sam apsolutni obožavatelj prirode. Onda je ipak nekako dobro kad imaš posla sa ljudima. Nikada ne bih mogla da budem neko ko može samo da sedi za radnim stolom u gradskoj upravi. Treba mi komunikacija, a kao nastavnici ili vaspitačici u vrtiću bi mi toga ipak bilo previše.

Lisa: Budući da si rekla da si htela da dođeš u veliki grad, da li bi, sa ove tačke gledano, danas htela da pobegneš iz velikog grada?

Korina: Volim Berlin i trenutno bi mi jako teško padalo da se preselim u drugi grad. U samoj Nemačkoj bih, mislim, još uvek favorizovala Berlin, a inače mislim da više ne bih bila u Nemačkoj.

Maja: Kako društvo reaguje kada kažeš šta si po zanimanju?

Korina: Kada kažeš šta si po zanimanju, u glavama ljudi je još uvek: „A, knjiški moljac ili strastven čitač ili šta, zar se to mora studirati“. To sam često čula. Danas više ne znam, ali na početku se uvek reklo kada si pričao o svom zanimanju: „Šta, to mora da se studira?“. Onda im ja kažem da se ne radi samo o knjigama. Moraš i da pružaš informacije, da pomogneš klijentima i korisnicima. Mnogo toga nije samo da znaš da bi nešto moglo da piše u ovoj ili onoj knjizi. Ne znaš ti sve knjige, gde šta piše. Kada je ranije došao čitalac sa određenim stihom iz neke pesme koji mu je za nešto bio potreban, na primer za neko javno čitanje, a više nije znao iz koje je pesme, onda bih pregledavala 5 ili 6 zbirki pesama i razmišljala otprilike da li je magao da nastane pre 1900. ili da je već nešto moderno. Naravno da je takva vrsta istraga jako dugotrajna. Danas taj isti stih ubacim u bazu podataka. I ja sam onda takva, hoću da znam i ne stanem dok ne nađem. Ono što je lepo u svemu tome je da onda ispred sebe imaš srećnog čitaoca koji kaže: „Sjajno!“. Ili imali su određeni stih iz muzičke pesme. Danas to može da se peva u mobilni, pa onda znaš čije je, ali to pre deset do petnaest godina nije bilo tako. Onda si istraživao i možda si još i našao signaturu ce-dea, pa onda imaš srećnog čitaoca ili korisnika. Pa to je zabavno.

Maja: A da li se osećaš cenjeno?

Korina: U samoj kući, da. Za društvo ne znam da li su biblioteke ljudima toliko na pameti.

Anđela: A ovde na radnom mestu?

Korina: Ovde na radnom mestu, da, svakako.

Lisa: Da li ponekad imaš osećaj da je posao premalo zahtevan?

Korina: Laže ko god kaže da je u potpunoj ravnoteži i da je sve super. Profil našeg zanimanja se skroz promenio, a mislim da je to slučaj i u drugim poslovima. Neki su jednostavno izumrli. I mi smo verovatno zanimanje koje čeka sudbina dinosaura. Ako ukucaš reč bibliotekar ili biblioteka u Gugl sa opcijom da tražiš slike, onda izbaci samo police knjiga, a danas je to nešto sasvim drugo. Sad sam izgubila nit, šta je bilo pitanje…

Lisa: Premalo zahtevan posao?

Korina: Ne, u suštini ne. Nemam osećaj da je premalo zahtevan. Uvek ima novih zadataka i trudimo se da neprestano uvodimo nešto novo u biblioteke, kao na primer „Makerspace“, gde se stvaraju prostorije, gde se ljudi nalaze, gde zajedno probaju 3D-printere i kopiraju rezervne delove, ili radionice šivenja ili izrade majica – to je nešto sasvim drugo gde se ljudi okupljaju. Nemam osećaj da je posao premalo zahtevan. Mislim da je do pojedinca da li sve do penzije samo radiš minimum i čekaš penziju ili drugo životno doba, ili da li sam po sebi imaš stav i kažeš: „Ne, hoću da na svom poslu uvek budem up to date ili bar da držim korak“.

Lisa: Da li ponekad imaš osećaj da je posao previše zahtevan?

Korina: Ne, taj osećaj u suštini nemam.

Maja: Šta je sa slobodnim vremenom? Da li ga imaš?

Korina: Da, dakle, da, svakako. Normalno je da u Berlinu kao radnik radiš 39 i po sati. Kao službenik radiš 40 sati. To nisam, te radim 37 sati, znači malo skraćeno. Imam puno hobija koji nisu nužno vezani za knjige. Volim da sviram određene instrumente. Naša spavaća-radna soba u suštini više nije spavaća soba, nego imamo krevet na sprat, levo i desno su police pune knjige, a u sredini svuda su instrumenti. To je moje slobodno vreme, to da uvek probam nešto novo. Zapravo sam perkusionista. Godinama sam svirala perkusije u muzičkom centru za žene i kupovala nove instrumente. To mojoj familiji ponekad ide na živce, jer nemam tihe instrumente. A ipak je to za mene ta ravnoteža koja mi treba.

Lisa: Obično je obrnuto, da deca dolaze roditeljima sa molbom da im kupe neki instrument, te prave muziku i potpuno iznerviraju roditelje.

Korina: Moja kćerka je naučila da svira klavir i toliko je ona nadarena da mnogo brže od mene nauči da svira novi instrument, jer ja sve sviram po sluhu, kao Rom. To je neka vrsta tradicije u našoj familiji. Prilično smo umetnički. Moja majka je bila nastavnica i puno je slikala. Moja baka je bila seljakinja i ona je puno slikala. Moja prabaka je takođe bila seljakinja i još je s korpom na leđima otišla u najbliži grad u biblioteku. To su stvari koje se stalno ponavljaju. Muzika mi jednostavno znači ravnotežu.

Anđela: Da li bi rekla da tvoj identitet više određuje tvoje zanimanje ili tvoji hobiji? Šta više utiče na tvoj identitet?

Korina: U slobodno vreme ne bih baš da govorim o svom poslu. Naravno da je to deo mog života i da je važno. Da ne volim da radim ovaj posao, ne bih ga više ni radila. Nisam čovek koji će to da izgura do kraja, samo zato što dobije novac. To za mene nikako ne bi bio životni put. Muziku ne pravim uvek. Nisam deo nekog benda ili tako nečega. To je samo za mene ili za prijatelje, zato mislim da je uvek ravnoteža. Dakle, i jedno i drugo.

Maja: Da li zarađuješ dovoljno?

Korina: U Berlinu nikada ne zarađuješ dovoljno. Unutar Nemačke Berlin je prilično na dnu. U drugim saveznim državama u ovom poslu zarađuješ znatno više, a to za mene ne bi bio razlog da idem negde drugde. Bar još nije.

Maja: Da li možda imaš dodatne poslove?

Korina: Imala sam jednom dodatni posao, jer je moja tadašnja partnerka/životna saputnica imala restoran sa hranom za osobe s alergijama. Ovde sam radila puno radno vreme i usput radila još i tamo. A to je trajalo samo dve godine. Dakle, nemam dodatni posao.

Lisa: Onda bih sada postavila poslednje pitanje. Da li si srećna u svom poslu i time čime se baviš?

Korina: Rekla bih ovako: sa osamdeset posto svoje poslovne karijere sam zadovoljna. Uvek ima stvari za koje kažeš da ne bi pod tim uslovima, kada ti neko nešto nameće. Nisam osoba koja uvek ćuti. Već kažem svoje mišljenje, a to onda ponekad nije baš ugodno. Da, kako da kažem, ljudi misle samo zato što si odrastao u NDR-u, da si oduvek bio šunjalo, a to uopšte nije tačno. Zapravo je često obrnuto. Kad imamo sednicu, ja sam uvek takva da izbacim iz sebe ono što me muči. I zato bih rekla nisam sto posto srećna, a osamdeset posto da.

Anđela: Da li si zbog toga imala probleme?

Korina: Dakle, sa našim bivšim šefom… njemu je to bilo malo naporno, a smatrao je to i pozitivnim, jer nas je time i provocirao da sve kažemo. Hteo je da čuje to. Imali smo šefa posle ujedinjenja koji je došao iz Američke spomen biblioteke. On je ovde neverovatno puno promenio na dobro. Naravno da je ponekad i zaustavio kotrljajuće kamene, zato što nije bilo tako jednostavno. A s druge strane, ako je neko bio drugačijeg mišljenja, onda to nije tek tako stavio pod tepih. On je to onda i isprovocirao, a time se, mislim, i napreduje, te možeš da nešto promeniš. To sam tada naknadno smatrala jako, jako pozitivnim. Danas mislim da sa strane političara, koji prave sve te izmene u upravama – socijaldemokrati, zeleni… - tu se politika toliko meša u rad uprava da to često nema pozitivne posledice ni po radnike ni po biblioteke. Ovde u kući, a i generalno u Berlinu u gradskim upravama, osoblje je apsolutno zastarelo. Imamo dva naučnika. Ali, ako su dobri, tu su još godinu dana, a onda moraju da traže novo zanimanje ili druge studije, jer su ljudi odlično učeni, a za skoro nikog od njih se otvara novo radno mesto. Trebalo bi da je tako da se ljudi zadrže, kada ih već učiš, a ne tako da petero njih učiš samo da bi učili zanimanje. Oni su onda dve, tri godine radnici, a onda im kažeš: „Vidite dalje, kako ćete“. To je malo, mislim, to baš i nije lepo.

Lisa/Maja/Anđela: Hvala puno!