Parallelbiografien
Serbien – Deutschland

Abraham, Architekt, Berlin

 

Jonas: Du bist Architekt. Wie lange arbeitest du schon als Architekt?

Abraham: Seit 2008, aber ich habe auch eine Pause gemacht, um mein Masterstudium abzuschließen.

Jonas: Bist du glücklich mit deinem Beruf?

Abraham: Ja, das hängt davon ab, was ich mache. Ich mag diesen kreativen Prozess. Aber manchmal machen die kreativen Sachen nur 20 Prozent aller Tätigkeiten aus, die wir hier machen müssen. Am Ende sind es viele Zeichnungen von Details oder es ist viel Kommunikation, oder auch andere Tätigkeiten, die nicht kreativ sind. Im Allgemeinen mag ich die erste Phase vom Design oder vom Entwurfsprozess. Auf jeden Fall, ja.

Jonas: Du könntest dir aber nicht vorstellen, etwas anderes zu machen? Du magst also diesen Teil von Architektur?

Abraham: Ja, ich mag diesen kreativen Teil in der Arbeit als Architekt. Mein Masterstudium war zum Beispiel Medienarchitektur. In diesem Masterstudium versucht man, etwas Experimentelles zu machen, also mit Medien, neuen Technologien. Man lernt, was man mit diesen neuen Technologien machen kann. Es war ganz interessant, denn es ist eine andere Perspektive von Ästhetik und davon, wie Räume verstanden werden.

Jonas: Würdest du dann was anderes machen wollen?

Abraham: Ja, aber in Verbindung mit der Raumgestaltung. Also, dass es nicht nur um Gebäude und Plätze geht, sondern auch um die Kunst im Raum. Das ist auch ganz interessant. Aber in Verbindung mit Architektur.

Jonas: Wie hast du dich für Architektur entschieden und warum?

Abraham: Ich habe mich in der Schule dafür entschieden. Ich hatte zwei Möglichkeiten: Die eine war ein Psychologie- und die andere ein Architekturstudium. Aber am Ende hat mich die Verbindung von Technik und Kunst interessiert. Deswegen habe ich mich für die Architektur entschieden.

Jonas: Hast du dich da mit anderen Menschen beraten? Oder hast du in deinem Umfeld mit anderen Architekten gesprochen?

Abraham: Nein, nicht wirklich. Aber ich habe viele Bücher über die Architektur gelesen.

Jonas: Ich finde, es klingt schon ein wenig heraus. Aber wenn du zehn oder fünfzehn Jahre zurückgehen und es dir noch einmal überlegen könntest – würdest du dich noch einmal für Architektur entscheiden?  

Abraham: Ja, ja. (lacht) Damals habe ich mir etwas unter Architektur vorgestellt, das nicht so realistisch ist. Aber ja, es ist ein Prozess, in dem man lernt zu verstehen, was Architektur eigentlich ist.

Jonas: Wie ist das denn – ist die Mehrheit der Architekten männlich oder weiblich?

Abraham: Ich würde sagen, halb-halb.

Jonas: Fühlst du dich auch in deiner Rolle in dieser Firma geschätzt? Fühlst du dich hier wohl? Ist deine Rolle akzeptiert?

Abraham: Rolle? Was meinst du?

Jonas: Es ist doch eine Firma. Wie ist deine Rolle? Fühlst du dich da wertgeschätzt?

Abraham: Meine Rolle besteht in dieser Firma darin, dass ich als Architekt meistens im Entwurfsprozess arbeite. Ich würde gern mehr Verantwortung in meiner Tätigkeit haben.

Jonas: Wie fühlst du dich, wenn du zum Beispiel bei einer Party bist und erzählst, dass du Architekt bist? Wie sind die Reaktionen? Wie fühlst du dich dann von anderen Menschen wahrgenommen?

Abraham: Die Menschen haben von Architekten eine gute Meinung. Bei Designern beispielsweise sind die Reaktionen jedoch unterschiedlich. Manche Designer sagen: „Ach, die Architekten, die glauben an sich. Die halten sich für die Meister des Designs.“ Da gibt es dann verschiedene Reaktionen.

Jonas: Was denkst du? Wie wichtig ist die Architektur für die Gesellschaft?

Abraham: Sie ist relevant, ich muss aber tatsächlich sagen, nicht so relevant wie die Ökonomie oder die Politik. Die sind eher die Basis, also die Grundlage einer Gesellschaft. Die Architektur ist jedoch ganz wichtig dafür, wie wir in der Gesellschaft unseren Raum strukturieren und damit unser Leben und unsere Tätigkeiten. Also, in diesem Sinne ist Architektur relevant.

Jonas: Wie ist bei dir der Grad der Belastung? Fühlst du dich manchmal überfordert oder unterfordert bei der Arbeit? Hast du sehr viel zu tun? Ist es sehr anstrengend? Oder ist es auch manchmal so, dass du dir denkst, es könnte mehr sein?

Abraham: Ja, manchmal stehen wir unter großem Druck, aber nicht immer. Das dauert dann ungefähr einen Monat, beispielsweise wenn wir viele Projekte haben oder viele Sachen innerhalb kurzer Zeit abgeben müssen. Aber es gibt auch Monate, in denen wir überlegen, was wir machen könnten. Es ist nicht immer gleich.

Jonas: Also gibt es manchmal sehr stressige und manchmal sehr entspannte Phasen?

Abraham: Ja.

Jonas: Überwiegt da eins von beiden? Kommt eins öfter vor?

Abraham: Es ist fifty-fifty. Also, nein, da überwiegt nichts.

Jonas: Würdest du sagen, wenn du mal weniger zu tun hast, dass dich das nervt, oder ist das OK? Oder freust du dich auch darauf?

Abraham: Das nervt. Ich muss acht Stunden lang hier in der Firma sein und wenn ich nichts zu tun habe, dann dauert das ewig. Es ist wirklich besser, wenn wir viel zu tun haben.

Jonas: Aber glaubst du, dass es eine Möglichkeit gäbe, diese Situation zu verbessern? Z. B. Home-Office, wenn es nicht so viel Arbeit gibt?

Abraham: Hier machen nicht so viele Home-Office.

Jonas: Aber rein theoretisch? Wenn du es dir wünschen könntest?

Abraham: Ja.

Jonas: Wie ist die Verbindung zwischen Staat und Architekturbüros? Es gibt ja öffentliche Aufträge.

Abraham: Meinst du Wettbewerbe?

Jonas: Vom Bund, von den Ländern? Ich selbst tappe da im Dunkeln.

Abraham: Was ich so kenne, ist die Genehmigungsphase, wenn wir all unsere Pläne abgeben müssen.

Jonas:  Wie ist denn so die Zusammenarbeit mit den Behörden? Müsst ihr da viel diskutieren?

Abraham: Ja. Wir haben zum Beispiel ein Projekt vor zwei Monaten abgegeben und vielleicht bekommen wir die Bestätigung in fünf oder in sieben Monaten. Das wissen wir nicht.

Jonas: Also, das würdest du zum Beispiel gern verbessern, wenn es möglich wäre? Wenn ihr etwas mehr Sicherheit hättet? Oder was noch? Zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit Ämtern generell? Wie ist so der Dialog mit denen? Ist der gut?

Abraham: Ich würde sagen, ja. Es gibt eine andere Architektin, die macht das, also die Kommunikation mit den Ämtern und den Behörden. Das Problem ist nur, dass es lange dauert.

Jonas: Wie ist das finanziell für dich? Hast du ein gutes Einkommen, kannst du davon leben?

Abraham: Ja, ich kann gut davon leben. Ich bin zufrieden. Manchmal frage ich mich, ob ich in Mexiko mehr verdienen würde, aber ich weiß es nicht. Aber hier kann ich alles bezahlen.

Jonas: Findest du, dass die Bezahlung für die Arbeit, die du machst, angemessen ist? Vielleicht auch im Vergleich zu anderen Berufen in Deutschland?

Abraham: Ich glaube, dass man als Architekt im Allgemeinen nicht so viel verdient, wie zum Beispiel Ingenieure oder Personen, die in der Wissenschaft tätig sind. Das ist klar. Das ist allgemein in der Welt so.

Jonas: Wie definierst du dich in deiner Persönlichkeit als Architekt? Was macht das mit dir, dass du Architekt bist? Hat das eine große Bedeutung für dich als Mensch?

Abraham: Das Architektendasein hat in der Arbeitsmethodik eine große Bedeutung. Es geht darum, kreativ zu sein. Das ist es, was ich an der Architektur mag. Und auch, die Architektur und die Kreativität auf die Technik anzuwenden. Was aber meine Identität angeht, so würde ich sagen, nein. Die Kreativität ist eine meiner stärksten Eigenschaften. Es ist nicht so, dass ich Architekt bin und sich daraus meine Identität bildet. Es ist eher so, dass die Kreativität meine Identität bestimmt und deshalb bin ich Architekt. Und dann geht es in die Richtung Architektur, Kunst oder was anders. Aber in allererster Linie bin ich kreativ.

Jonas: Glaubst du, du wärst ein ganz anderer Mensch, wenn du einen anderen Beruf hättest? Wenn du dich vor zehn Jahren zum Beispiel entschieden hättest, keine Ahnung, Astronaut zu werden?

Abraham: Ich wäre nicht ganz anders, aber ja.

Jonas: Wie ist das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit in deinem Leben? Wie viele Stunden arbeitest du die Woche ungefähr?

Abraham: 42 Stunden. Wir machen nicht so viele Überstunden. Normalerweise arbeiten wir so, wie es vorgesehen ist, 42 Stunden.

Jonas: Was machst du normalerweise in deiner Freizeit?

Abraham: Ich arbeite noch extra. Manchmal arbeite ich in der Freizeit an anderen Projekten, die ich habe. Manchmal treffe ich einfach Freunde oder gehe auf Partys in Berlin. Was noch? Ausstellungen in Berlin, das auch. Und ich gehe gerne essen.

Jonas: Also, habe ich das richtig verstanden? Du hast noch einen Nebenjob?

Abraham: Ja, das ist nichts Offizielles, das sind sozusagen persönliche Projekte. Ich mache eigene Projekte, die nicht offiziell sind.

Jonas: Ja, das kann ich verstehen. Also einfach Freizeitprojekte.

Abraham: Ja.

Paul: Könntest du dir vorstellen, ein eigenes Architekturbüro zu leiten oder zu eröffnen? Ist das ein Traum?

Abraham: Ja, aber nichts Konventionelles. Also nicht so wie dieses Architekturbüro hier, sondern etwas mit neuen Technologien. Das kann ich mir vorstellen.

Paul: Ist das etwas, woran du konkret arbeitest? Oder ist das ein Plan für die fernere Zukunft?

Abraham: Es ist etwas Konkretes, denn es gibt verschiedene Projekte in Verbindung mit neuen Technologien, wie Medienfassaden, virtuelle Räume usw. In diesem Sinne ist es schon konkret. Viele Communication Agencies arbeiten auch in diesen Bereichen. Oft handelt es sich um Medienkunst.

Paul: Welche Art von Gebäuden macht dieses Büro hier? Sind das private oder öffentliche Gebäude oder ist das gemischt?  

Abraham: Das ist gemischt. Gerade jetzt haben wir ein Gebäude in Mitte. Es ist ein privates Bürogebäude mit Gewerbe und einem Penthouse. Aber meistens sind es private Häuser von Privatkunden.

Paul: Aber wenn man auf der einen Seite kreativ ist und auch kreativ arbeiten möchte, und auf der anderen einen Privatkunden hat, der gutes Geld zahlt und seine Vorstellungen hat, wie sein Haus aussehen soll und was es leisten soll – ist das manchmal schwierig? Hast du manchmal Konflikte?

Abraham: Ja, das ist allgemein schwierig. Es gibt kaum Kunden, die ästhetische Projekte verstehen. Aber ja, grundsätzlich ist es sehr schwierig. Aber wir haben hier zum Beispiel einen Kunden oder Bauherrn, der ist Millionär. Und der Unterschied besteht darin, dass er es bezahlen kann, wenn man interessant und ästhetisch arbeitet. Schöne Architektur ist nicht preiswert. Das ist nicht günstig. Manchmal geht das leicht. Das hängt davon ab, mit welchem Kunden man arbeitet.

Paul: Wie gehst du damit um, wenn das schwierig ist?

Abraham: Am Ende muss man die Bedürfnisse von diesem Kunden verstehen.

Paul: Also, es ist dann schon eine Annäherung an die Wünsche des Kunden, das ästhetische Projekt tritt demgegenüber zurück?

Abraham: Ja, genau. Manchmal ist es ganz klar. Jemand will einfach ein günstiges Projekt. Dann ist das klar.

Paul: Frustriert das manchmal?

Abraham: Ja. Aber es gibt auch Projekte, die ganz qualvoll sind und trotzdem ganz schön. Das ist ein anderes Setting. In Mexiko zum Beispiel gibt es Projekte mit ähnlichen Materialien, aber die Gestaltung ist sehr ordentlich. Es gibt Maximen. Und dann gibt es eine andere Ästhetik.

Paul: Und so funktioniert es dann wieder.

Abraham: Ja. Genau.

Paul/Jonas: Danke!


Abraham, arhitekta, Berlin

 

Jonas: Ti si arhitekta. Koliko dugo, ako smem da pitam? Koliko dugo već radiš kao arhitekta?

Abraham: Od 2008, ali sam napravio pauzu da bih završio master studije.

Jonas: Da li si srećan svojim poslom?

Abraham: Da. To zavisi od toga šta radim. Volim ovaj kreativan proces. Ali ponekad te kreativne stvari čine samo 20 procenata svih drugih aktivnosti koje moramo da uradimo. Na kraju je to mnogo crteža, detalja ili mnogo komunikacije ili su to druge aktivnosti koje nisu kreativne. Sve u svemu volim prvu fazu dizajna ili procesa nacrta. U svakom slučaju, da.  

Jonas: Ali ne bi mogao da zamisliš da, na primer, radiš nešto drugo? Voliš, dakle, ovaj deo arhitekture?  

Abraham: Da, volim taj kreativni deo arhitekture. Moj smer na master studijama je bio, na primer, arhitektura i mediji. Tokom studija radite nešto eksperimentalno, dakle sa medijima, sa novim tehnologijama. Uče Vas šta se može uraditi sa novim tehnologijama. Bilo je baš interesantno, jer je to druga perspektiva estetike i toga kako se prostori razumeju.  

Jonas: Da li bi želeo da radiš nešto drugo?

Abraham: Da, ali u vezi sa uređenjem prostora. Dakle, da nije reč samo o zgradama i trgovima, već i o umetnosti u prostoru. Ali povezano sa arhitekturom.

Jonas: Kako si se odlučio za arhitekturu i zašto? Kako si došao na tu ideju?  

Abraham:  Odlučio sam se u školi. Imao sam dve mogućnosti: jedna je bila psihologija, druga arhitektura. Ali na kraju me je zanimao spoj tehnike i umetnosti.  Zato sam se odlučio za arhitekturu.  

Jonas: Da li si se savetovao sa drugima? Ili si pričao sa drugim arhitektama u svom okruženju?

Abraham: Ne, ne zapravo. Ali čitao sam mnogo knjiga o arhitekturi.

Jonas: Zvuči zanimljivo.  Ali kada bi se vratio deset ili petnaest godina u prošlost i kada bi ponovo razmišljao, da li bi se ponovo odlučio za arhitekturu?

Abraham: Da, da (smeh). Tada sam mislio da je arhitektura nešto što, zapravo, nije realno. Ali da, to je čitav proces, razumeti šta je arhitektura u stvarnosti.

Jonas: Kakva je situacija, da li je većina arhitekti muškog ili ženskog pola?

Abraham: Mislim da je pola – pola.

Jonas: Da li se u ovoj firmi osećaš cenjenim u svojoj ulozi? Da li se osećaš prijatno? Da li je tvoja uloga prihvaćena?

Abraham: Uloga? Na šta misliš?

Jonas: To je firma. Koja je tvoja uloga u njoj? Da li se osećaš cenjenim tu?

Abraham: Moja uloga se sastoji u tome da kao arhitekta uglavnom radim u procesu nacrta. Voleo bih da pokažem više odgovornosti u svojoj oblasti

Jonas: Kako se osećaš kada si, na primer, na žurki, i kažeš da si arhitekta? Kakve su reakcije? Šta misliš kako te doživljavaju drugi ljudi?

Abraham: Ljudi imaju lepo mišljenje o arhitektama. Kod dizajnera su, na primer, različite reakcije. Neki dizajneri kažu: „Ah, arhitekte, oni su sigurni u sebe. Oni misle da su majstori dizajna.“ Tu bude različitih reakcija.

Jonas: Šta misliš? Koliko je arhitektura važna za društvo?

Abraham: Veoma je važna, ali svakako moram da kažem da nije toliko važna kao ekonomija ili politika. To su osnove, temelji društva. Ali je zato jako važno kako strukturiramo naš prostor u društvu, a time i naš život i naše aktivnosti.  Dakle, u tom smislu je arhitektura važna.  

Jonas: U kolikoj meri si opterećen? Da li nekad osećaš da si previše opterećen ili da se premalo zahteva od tebe na poslu? Da li imaš mnogo posla? Da li je jako naporno? Ili se desi ponekad da pomisliš kako bi mogao i da imaš više posla?  

Abraham: Da, nekad smo pod velikim pritiskom, ali ne uvek. To potraje, na primer, mesec dana, kada imamo mnogo projekata ili moramo da predamo mnogo materijala. Ali ima i meseci kada razmišljamo šta bismo mogli da radimo. Nije uvek isto.

Jonas: Dakle nekada bude stresnih, a nekada opuštenih faza?  

Abraham: Da.

Jonas: Da li neka faza preteže? Da li je jedna češća od druge?

Abraham: Pa oko pola-pola. Dakle, ne. Nije neka razlika.

Jonas: Da li bi rekao da, kada bi imao manje posla, to bi te nerviralo ili ti je to ok? Ili se i raduješ tome?  

Abraham: To nervira. Moram da provedem osam sati ovde i kada nemam posla, onda je to večnost. Zaista je bolje kada imamo puno posla.  

Jonas: Ali, da li bi na primer rekao da postoji mogućnost da se ta situacija popravi? Na primer, rad od kuće, kada nema mnogo posla?  

Abraham: Ovde ne rade mnogi od kuće.  

Jonas: Ali čisto teoretski? Kada bi mogao to da poželiš?  

Abraham: Da.

Jonas: Kakva je saradnja između države i arhitektonskih biroa? Postoje li javne narudžbe?  

Abraham: Misliš na tendere?  

Jonas: Od države, od pokrajina?  

Abraham: Meni su poznate jedino faze izdavanja dozvole, kada svi moramo da predamo svoje planove.  

Jonas:  Kakva je saradnja sa nadležnim organima? Da li morate mnogo da pregovarate?  

Abraham: Da. Na primer, pre dva meseca smo predali jedan projekat i možda ćemo dobiti odobrenje za pet ili sedam meseci. To ne znamo.  

Jonas: Dakle, to bi voleo da poboljšaš, kada bi to bilo moguće? Da imate više sigurnosti? Ili šta još? Na primer, kada je reč o saradnji sa nadležnim institucijama uopšte? Kakav je odnos sa njima? Da li je dobar?

Abraham: Rekao bih „da“. Imamo drugu arhitektkinju koja to radi: odnose sa nadležnim institucijama i organima. Problem je samo što to dugo traje.

Jonas: Kakva je finansijska situacija? Da li imaš dobra primanja, da li možeš da živiš od njih?

Abraham: Da, mogu lepo da živim. Zadovoljan sam. Ponekad se pitam da li bih više zarađivao u Meksiku, ali ne znam. Ali ovde sve mogu da platim.

Jonas: Da li smatraš da zarada odgovara poslu koji radiš? Možda u poređenju sa drugim zanimanjima u Nemačkoj?

Abraham: Mislim da arhitekte uopšteno ne zarađuju baš mnogo. Kao inženjeri ili naučnici, na primer. To je jasno. Tako je svuda u svetu.   

Jonas: Kako definišeš svoju ličnost kao arhitekte? Kako utiče na tebe to što si arhitekta? Da li je to od velikog značaja za tebe kao čoveka?

Abraham: Veoma je važno u proceduri izvršavanja posla. Radi se o tome da si krativan. To je ono što volim u arhitekturi. Takođe i povezivanje arhitekture, kreativnosti i tehnike. A što se tiče mog identiteta, rekao bih „ne“. Kod mene je na prvom mestu kreativnost. Nije da sam arhitekta, pa da na osnovu toga fomiram svoj identitet. Već je više tako da kreativnost određuje moj identitet i time sam arhitekta. I onda ide u smeru arhitekta, ili umetnost, ili nešto drugo. Ali pre svega sam kreativan.  

Jonas: Da li misliš da bi bio potpuno drugi čovek kada bi se bavio nečim drugim? Da si pre, recimo, deset godina odlučio da postaneš, ne znam, astronaut?  

Abraham: Ne bih bio baš potpuno drugačiji, ali da.  

Jonas: Kakav je odnos između posla i slobodnog vremena u tvom životu? Koliko sati nedeljno radiš, otprilike?  

Abraham: 42 sata. Nemamo mnogo prekovremenih sati. Uglavnom radimo onako kako je predviđeno: 42 sata.  

Jonas: Šta obično radiš u slobodno vreme?  

Abraham: Radim dodatno. Ponekad u slobodno vreme radim na projektima, jer imam još drugih projekata. Ponekad se nalazim sa prijateljima ili idem na žurke u Berlinu. Šta još? Izložbe u Berlinu, i to. I idem na ručkove/večere.  

Jonas: Dakle, da li sam dobro razumeo? Radiš, takoreći, još jedan posao?

Abraham: Da, to nije ništa zvanično, to su, recimo, lični projekti. Radim sopstvene projekte, koji nisu zvanični.

Jonas: Da, to mogu da razumem. Dakle, projekti u slobodno vreme.

Abraham: Da.

Paul: Da li bi mogao da zamisliš da vodiš ili otvoriš sopstveni arhitektonski biro? Da li ti je to san?

Abraham: Da, ali ne konvencionalni biro. Dakle, ne poput ovog arhitektonskog biroa ovde, već nešto u smeru novih tehnologija. To mogu da zamislim.

Paul: Da li je to nešto na čemu konkretno i radiš? Ili je to plan za dalju budućnost?

Abraham: To je nešto konkretno, jer postoje različiti projekti u vezi sa novim tehnologijama. Kao medijske fasade, virtualne prostorije itd. U tom smeru je već nešto konkretno. Mnoge agencije za komunikaciju rade otprilike u ovom smeru. Često je reč o umetnosti u medijima.

Paul: Kakve zgrade pravi ovaj biro? Da li su to privatne ili javne zgrade ili je mešano?

Abraham: Mešano je. Sada baš imamo zgradu u centru. To je privatna poslovna zgrada sa zanatskim lokalima i penthausom. Ali uglavnom su to privatne kuće privatnih klijenata.

Paul: Kada si, sa jedne strane kreativan i želiš da radiš kreativno, a sa druge strane imaš privatnog klijenta koji dobro plaća i ima svoje ideje kako bi trebalo da izgleda njegova kuća i šta bi trebalo sve da ima, da li je ponekad teško? Da li dolaziš u konflikte?

Abraham: Da, to je uopšteno teško. Gotovo da ne postoje klijenti koji razumeju estetske projekte.  Da, obično je to veoma teško. Ali imamo, na primer, klijenta, odnosno investitora koji je milioner. I razlika je u tome što on može da plati nekog ko radi zanimljivo i estetski. Lepa arhitektura nije jeftina. To nije povoljno. Ponekad to ide lako. Sve zavisi od toga sa kakvim klijentima se radi.  

Paul: Kako se nosiš sa time, kada je teško?

Abraham: Na kraju čovek mora da razume potrebe svog klijenta.

Paul: Dakle, to je više približavanje klijentu, njegovim željama, a manje je estetski projekat?

Abraham: Da, upravo tako. Ponekad je to sasvim jasno. Neko jednostavno želi povoljan projekat. Onda je to jasno.  

Paul: Da li to ponekad frustrira?  

Abraham: Da. Ali ima i projekata koji su zaista teški, ali su uprkos tome veoma lepi. To je potpuno druga stvar. U Meksiku, na primer, postoje projekti sa sličnim materijalima, ali je konstrukcija veoma kompleksna. Postoje načela, ali je  estetika drugačija.  

Paul: I svakako funkcioniše.  

Abraham: Da. Tačno.

Paul/Jonas: Hvala!